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Depressionen und Ängste in der Corona-Krise

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Kontaktsperre macht einsam - Depressionen und Ängste in der Corona-Krise

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In Zeiten von sozialer Distanz - wie während der Kontaktsperre - leiden diejenigen am meisten, die ohnehin einsam sind. Online- und Telefon-Angebote schaffen Nähe. Trotz Distanz.

Ein Mann geht mit einer Tüte, in der Essen zum Mitnehmen ist, über eine leere Straße in der Innenstadt von Eßlingen am 25.03.2020.
Coronavirus: Depressionen und Einsamkeit in Folge der Kontaktsperre
Quelle: dpa

Aktuell leben die Menschen eine nie dagewesene Ausnahme-Situation. Das Coronavirus und die von der Bundesregierung erlassenen Leitlinien für das allgemeine Verhalten sorgen für soziale Distanz. Das gesellschaftliche Leben ist im Stand-by-Modus.

Aber psychische Erkrankungen und Einsamkeit kennen keine Pause-Taste. Sie sind da. Täglich. Und die aktuelle Krise stellt für viele Betroffene eine zusätzliche Herausforderung dar.

Telefon-Seelsorge und Depressionshilfe sind gute Ansprechpartner

Das niederschwelligste Angebot bietet die TelefonSeelsorge. Hier können Menschen anonym anrufen und mit einem der professionell geschulten Zuhörer sprechen. Die TelefonSeelsorge ist mit 104 Dienststellen deutschlandweit vertreten.

Die Deutsche Depressionshilfe bietet neben einem Info-Telefon Depression und einem moderierten Online-Forum zum Erfahrungsaustausch auch E-Mail-Beratung für junge Menschen sowie Unterstützung auf ihren Social Media-Kanälen an.

Jeder niedergelassene Psychotherapeut darf eine Video-Sprechstunde anbieten. Bereits im Mai 2018 kippte das Fernbehandlungsverbot. Die Online- und Video-Sprechstunde stellt somit eine normale kassenärztliche Leistung dar.

Hilfe kann sich jeder holen

Die Angebote richten sich nicht nur an Menschen mit psychischen Vorerkrankungen, sondern an alle, die in der aktuellen Situation nicht nur Hilfe, sondern vielleicht einfach nur jemanden zum Reden benötigen.

Einsamkeit und Ängste in Verbindung mit dem Coronavirus sind beispielsweise die häufigsten Kontaktgründe bei der TelefonSeelsorge.

Viele Menschen die eine Psychotherapie machen, empfinden die derzeitige Situation als bedrohlich. Gerade durch die leeren Regale in den Supermärkten wird dieses Empfinden verstärkt und die Angst-Situation noch stärker erlebt.

Viele Menschen fühlen sich in Zeiten von sozialer Distanz einsam. Die Psychotherapeutin Franca Cerutti erklärt, warum manche Menschen die Corona-Krise als besonders belastend empfinden.

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In der Krise sind Gespräche besonders wichtig

Jemanden als Gesprächspartner zu haben, der ohne Vorbehalte den Menschen zuhört und sie ernst nimmt, ist gerade bei Einsamkeit, Depression und Angstzuständen besonders wichtig.

Die Psychotherapeutin betont, wie wichtig es für Betroffene ist, gerade jetzt, etwa per Telefon oder Bildschirm, Kontakt zum Therapeuten zu halten.

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Kontakt via Bildschirm ist besser als gar kein Kontakt

Es heißt zwar, dass über die Kommunikation am Bildschirm oder Telefon Zwischenmenschliches verloren geht, weil man nur einen gewissen Ausschnitt voneinander hat.

Aber obgleich das gemeinsame Miteinander reduziert wird, ist es immer noch besser, so in Kontakt mit dem Therapeuten zu stehen, als gar keinen Kontakt in dieser Ausnahme-Situation zu haben.

Viele Menschen fühlen sich in Zeiten von sozialer Distanz einsam. Die Psychotherapeutin Franca Cerutti mit Tipps.

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Gespräche wegen der Pandemie nehmen zu

Die TelefonSeelsorge führt derzeit 26.500 Gespräche pro Woche. Gerade der Gesprächsbedarf zum Thema Corona ist in den vergangenen zwei Wochen von fünf auf knapp 47 Prozent gestiegen.

Da es aktuell keine Möglichkeit mehr gibt, regelmäßig in engem persönlichen Kontakt zu stehen, erlebt die Video-Sprechstunde, laut Psychotherapeutin Franca Cerutti, einen "absoluten Boom".

Franca Cerutti zum derzeitigen Run auf Hilfsangebote.

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