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Coronavirus in Deutschland - Delta-Anteil steigt auf 74 Prozent

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Die besonders ansteckende Delta-Variante breitet sich in Deutschland weiter aus. Knapp drei Viertel der Corona-Fälle gehen mittlerweile auf sie zurück.

Corona-Tests werden für weitere Untersuchungen vorbereitet.
Nicht alle positiven Proben werden auf Corona-Varianten untersucht.
Quelle: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Infektionen in Deutschland beträgt mittlerweile 74 Prozent, heißt es in einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend mit Blick auf die Woche bis zum 4. Juli.

Delta-Anteil steigt kontinuierlich

In den Wochen zuvor hatte sich der Delta-Anteil erst von 18 auf 39 und dann auf 60 Prozent erhöht. Infektionen mit der zuvor vorherrschenden Alpha-Variante hingegen nahmen sehr schnell ab, auf nun noch rund 22 Prozent. Andere als besorgniserregend eingestufte Varianten des Coronavirus spielen weiterhin eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Es werden allerdings nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht.

Bevölkerte Frankfurter Innenstadt am Samstag.

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von Oliver Klein

Die in Indien entdeckte Delta-Variante (B.1.617.2) gilt als deutlich ansteckender als bisherige Formen des Virus. In mehreren anderen Ländern hat sie die Infektionszahlen massiv steigen lassen. Laborexperimente deuten laut RKI jedoch darauf hin, dass vollständig Geimpfte auch bei Delta einen hohen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen haben.

Inzidenz steigt besonders bei Jüngeren

Wie im vergangenen Sommer steigen die Zahlen vor allem bei jungen Erwachsenen. So nahmen bei den 20- bis 29-Jährigen die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu, wie das RKI in seinem jüngsten Lagebericht schreibt. Bei den 20- bis 24-Jährigen stieg die Inzidenz am stärksten: von zehn auf 19 binnen zwei Wochen. Eine leichte Zunahme gab es bei aus dem Ausland eingeschleppten Fällen - derzeit aber laut RKI "noch auf geringem Niveau". 

Bei den Krankenhausbehandlungen von Covid-19-Patienten setzt sich der "zuletzt allgemein abnehmende Trend" nicht fort. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland lag bei 7,1. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte der "Augsburger Allgemeinen", er sehe mit Sorge, dass die Disziplin beim Masketragen drinnen und beim Abstand schon wieder sehr gering werde.

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