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Neue Corona-Fälle in Deutschland

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Lungenkrankheit breitet sich aus - Neue Corona-Fälle in Deutschland

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Das Coronavirus breitet sich weiter aus. In Deutschland gibt es neue Fälle. Für die USA sieht Trump ein geringes Risiko, verschiebt aber die Militärübung mit Südkorea.

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Die Behörden haben nach den jüngsten Fällen in NRW jetzt die schwierige Aufgabe die Kontaktpersonen der Infizierten zu finden.

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In Nordrhein-Westfalen sind drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt. Wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf sowie der Kreis Heinsberg mitteilen, handelt es sich um drei Menschen im Kreis Heinsberg, die mit dem Ehepaar Kontakt hatten, dessen Infektion zuvor nachgewiesen worden war.

"Alle zeigen Grippesymptome und sind derzeit zuhause", heißt es in der Mitteilung. Eine stationäre Behandlung im Krankenhaus sei nach jetzigem Stand nicht erforderlich. Darüber hinaus gibt es den Angaben zufolge einen Verdachtsfall.

Besucher von Karnevalssitzung in Heinsberg sollen sich melden

Wegen der neuen Fälle will der Krisenstab des Kreises Heinsberg nun alle Besucher der Karnevalsveranstaltung erfassen, die das infizierte Ehepaar besucht hatte. Es soll sich um die Kappensitzung in Langbroich-Harzelt vom 15. Februar handeln. Alle Teilnehmer sowie deren Partner und gegebenenfalls Kinder und andere Mitbewohner müssen für 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Die Besucher der Karnevalssitzung sollen sich umgehend bei den Behörden melden.

"Das Umfeld ist klar auf die Ersterkrankten und damit auf den Kreis Heinsberg beschränkt", so Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister in NRW. Der Gesundheitszustand der Erkrankten sei stabil.

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Der Kreis Heinsberg rief die Bürger auf, Veranstaltungen und Gruppenansammlungen jeglicher Art zu meiden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, Deutschland stehe "am Beginn einer Coronavirus-Epidemie". In Baden-Württemberg wurden bislang vier Infektionsfälle nachgewiesen. Außerdem wurde ein infizierter Soldat der Bundeswehr-Flugbereitschaft ins Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz eingeliefert. Insgesamt haben sich in Deutschland 19 Menschen mit dem Virus angesteckt.

Marburger Bund: Klare Klinik-Strukturen

Deutschlands Krankenhäuser sind nach Einschätzung des Marburger Bundes auf eine Ausbreitung des neuen Coronavirus "gut vorbereitet". Susanne Johna, die Vorsitzende des Ärzteverbandes Marburger Bund räumt allerdings ein:

"Aber wenn das Infektionsgeschehen außer Kontrolle gerät und Infektionsketten nicht sicher nachvollzogen werden können, wird es schwerer, die Krankheit einzudämmen.

Bereits bisher verfügten die Kliniken über klare Strukturen dazu, was im Fall von Infektionen zu tun sei, sagte Johna weiter.

Die Bundesregierung hat einen Krisenstab zum Coronavirus eingerichtet. Innenminister Horst Seehofer und Gesundheitsminister Spahn wollen am Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz die Details vorstellen.

Trump sieht geringes Risiko für Amerikaner

Nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch in den USA hat Präsident Donald Trump vor einer Panik gewarnt. Das Risiko für Amerikaner sei weiterhin "sehr gering". Er halte eine Ausbreitung in den USA für vermeidlich. Trump kündigte an, Vizepräsident Mike Pence werde in der US-Regierung den Kampf gegen das Virus leiten.

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Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus setzen die USA und Südkorea geplante gemeinsame Militärübungen aus. Zuvor war in Südkorea die Alarmstufe wegen des Coronavirus auf den höchsten Grad heraufgesetzt worden. Das Land ist der größte Herd des Erregers außerhalb von China. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Donnerstag 334 neue Fälle. Die Zahl der Infektionen in dem Land stieg damit auf 1.595.

Saudi-Arabien schließt Grenzen für Pilger

In China ist die Zahl der Neuinfektionen indes um 433 gestiegen. Weitere 29 Menschen starben an der Lungenkrankheit, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl sei aber leicht rückläufig im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind nun 2.744 Tote in Festlandchina zu beklagen. Die Zahl der offiziell nachgewiesenen Ansteckungen kletterte weiter auf 78.497.

Das bislang vom Coronavirus verschont gebliebene Saudi-Arabien schließt als Schutzmaßnahme seine Grenzen vorläufig für Pilger. Muslimische Gläubige, welche nach Mekka reisen wollen, erhalten vorerst keine Visa mehr, wie das Außenministerium in Riad mitteilte. Mekka, wo die heiligsten Stätten des Islam liegen, wird jeden Monat von zehntausenden Pilgern besucht.

Apple: Neues iPhone verzögert sich

Mit Microsoft beklagt nun ein weiterer Konzern finanzielle Einbußen wegen des Virus. Nach eigenen Angaben wird der Technologiegigant seine bisherige Umsatzerwartung für das laufende Quartal nicht halten können.

Insidern zufolge macht das Virus auch dem Technologieunternehmen Apple zu schaffen. Wegen Reisebeschränkungen nach China könnten Apple-Experten derzeit nicht an der neuen iPhone-Generation arbeiten. Die Wiedereröffnung wichtiger iPhone-Fabriken habe sich infolge der Epidemie verzögert. Das Unternehmen gehe davon aus, bis Ende Februar die Hälfte seiner chinesischen Produktion wieder aufnehmen zu können.

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