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Welchen Einfluss steigende Temperaturen haben

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Coronavirus und das Wetter - Welchen Einfluss steigende Temperaturen haben

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Seit Beginn der Corona-Krise wird schon darüber diskutiert: Könnten höhere Temperaturen die Verbreitung der Krankheit bremsen?

Frühling in Hamburg
Spaziergänger in Hamburg (Archivbild): Steigende Temperaturen könnten einen positiven Einfluss auf die Eindämmung der Corona-Epidemie haben.
Quelle: dpa

Könnte es sein, dass das Virus im Sommer verschwindet oder zumindest nicht mehr aktiv ist? Dazu gibt es bereits einige - allerdings vorläufige - wissenschaftliche Untersuchungen aus diesem Jahr.

Da andere Viren - unter anderem auch andere Corona- oder Grippe-Viren - von den Umgebungsbedingungen abhängig sind, liegt die Vermutung nahe, dass sich auch das neuartige Coronavirus bei höheren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit langsamer ausbreiten könnte.

Erkenntnisse von Wissenschaftlern der Universität Yale in den USA zeigen, dass das Virus bei einer Hitze von 56 Grad mit etwa 10.000 Einheiten pro 15 Minuten abgetötet werden kann. Bedingungen also, wie sie auch bei viel Sonnenschein und entsprechend hohen Temperaturen im direkten Sonnenlicht auf Oberflächen erreicht werden können.

Im Kreis Heinsberg war der erste sogenannte Corona-Hotspot in Deutschland. Derzeit läuft dort eine groß angelegte Studie, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich das Virus ausbreitet und wie gut die Maßnahmen dagegen wirken. Heute gab es eine erste Bilanz.

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Steigende Temperaturen beeinträchtigen die Verbreitung des Virus

Andere wissenschaftliche Ergebnisse aus den ersten Monaten der Epidemie zeigen, dass die Verbreitung des Virus bei einer Temperatur zwischen acht und zehn Grad am stärksten ist.

Mit steigender Temperatur nimmt also laut diesen Erkenntnissen die Verbreitung ab. Das hat man beim Blick auf die Geschwindigkeit der Verdoppelung der Infektionen untersucht. Im Vergleich halbiert sich diese sogar bei etwa 26 Grad.

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Bisher ist jedoch unklar, warum weit unter zehn Grad die Ausbreitung ebenfalls abnimmt. Die Wissenschaftler vermuten, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen könnten.

Zum Beispiel, dass bei noch tieferen Temperaturen weniger Menschen draußen sind oder sich besuchen. Einfach, weil es unangenehm kalt ist.

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Zusammenhang zwischen Temperaturen und Corona-Todesfällen

Das Copernicus Programm im Auftrag der Europäischen Kommission bringt die monatlichen Temperaturdaten mit den Daten der verstorbenen Corona-Patienten in Beziehung.

Auf der Webseite des Programms lassen sich zusätzlich zu den Temperaturdaten auch die Daten der Johns-Hopkins-Universität zu der Anzahl der Corona-Toten weltweit einblenden.

Copernikus Programm Karte
Die Karte des Copernikus Programms setzt die Corona-Todesfälle und die Temperaturen in Verbindung. (Screenshot)
Quelle: Copernikus Programm

Dabei kann man sehen, dass die Verteilungen der Corona-Toten und der Temperaturen Übereinstimmungen aufweisen. Vor allem in Gegenden, in denen Werte zwischen fünf und zehn Grad gemessen wurden, gibt es auch mehr Todesfälle.

Weltweit wird das Coronavirus mit Hochdruck untersucht. Ziel sind ein Impfstoff oder eine Therapie. Forscher der TU Braunschweig arbeiten an einer neuartigen Antikörper-Therapie.

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Während bei uns bald der Sommer ansteht, wird es auf der Südhalbkugel Winter und somit kälter. Dort könnte das Virus sich zumindest aus klimatischer Sicht also besser ausbreiten.

Hinweise der Experten bleiben gültig

Die bisherigen Forschungsergebnisse sollen einen Hinweis geben und Experten in ihrer Arbeit unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass bei wärmerem Wetter die Anweisungen von Medizinern und Virologen ungültig werden.

Für die nächste Zeit, also auch nach Ostern, bleiben die Temperaturen in Deutschland voraussichtlich sogar über dem Durchschnitt und könnten sich also positiv auf die Eindämmung der Pandemie auswirken.

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