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Folgen des Virus - "Corona-Ferien" für ganz Deutschland?

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Ein Experte empfiehlt Deutschland "Corona-Ferien", in Italien und zwölf weiteren Ländern sind die Schulen schon dicht. Und die Wirtschaft bekommt Angst. Der Tag in der Übersicht.

Das Wichtigste in Kürze

Diskussion um Schulschließungen

Berlin, Würzburg, Aachen - hier haben viele Schüler derzeit frei, weil es im Umfeld ihrer Schule Infektionen mit dem Coronavirus gegeben hat. Eine bundesweite Schulschließung halten Experten etwa vom Deutschen Lehrerverband allerdings für nicht gerechtfertigt. Lange Komplettschließungen ohne "konkret nachgewiesene, bestätigte Verdachtsfälle" halte er für falsch, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger:

Das wäre ein Maßnahmen-Overkill.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte bereits nach einem Krisentreffen der Fachminister von Bund und Ländern am Mittwoch, dass er pauschale Schul- oder Universitätsschließungen nicht für angemessen halte:

Wenn durch Schulschließungen zum Beispiel Pflegekräfte fehlen, weil sie zum Beispiel alleine erziehen und sich darauf verlassen, dass Schulen und Kindergärten zeitnah zur Verfügung stehen, dann hat das Folgen für das Gesundheitswesen.

Das Robert-Koch-Institut betonte, dass grundsätzlich die örtlichen Gesundheitsämter über Schulschließungen entschieden - also kein Bundesland und keine Bundesregierung.

Einige Gesundheitsämter haben bereits zumindest vorübergehend eine Schulschließung angeordnet:

  • In der Städteregion Aachen, wo es zuletzt 25 nachgewiesene Sars-CoV-2-Fälle gab, wurden fünf Schulen und eine Kita für diese Woche geschlossen.
  • Auch an Gymnasien in Köln und Schwalmtal (Kreis Viersen) war der Unterricht ausgefallen.
  • In Berlin waren zuletzt zwei Schulen geschlossen,
  • in Würzburg und Unterhachingen je eine.

In Stade (Niedersachsen) dagegen war zwar ein Lehrer eines Gymnasiums positiv getestet worden - einen Unterrichtsausfall hielt das Gesundheitsamt jedoch nicht für nötig. In Italien werden alle Schulen für einige Tage geschlossen:

Wirtschaft fürchtet massive Folgen

  • "Nicht Brexit, nicht Trump, sondern das Coronavirus" habe derzeit "den größten negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung", erklärte der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) am Donnerstag und warnte vor einer anhaltenden Rezession.
  • Wegen verschärfter Einreisebestimmungen für viele Europäer strich die Lufthansa vorübergehend alle Flüge nach Israel. Insgesamt setzte sie bis Ende des Monats gut 7.000 Flüge aus. Die Internationale Luftverkehrsvereinigung IATA rechnet für die Airlines weltweit mit Einnahmeeinbußen von bis zu 101 Milliarden Euro.
  • Wegen der sinkenden Nachfrage nach Öl strebt die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) eine Drosselung der Fördermengen an. Bei einem außerordentlichen Treffen empfahlen die zuständige Minister der 14 Mitgliedsstaaten des Öl-Kartells am Donnerstag, die Ölproduktion bis zum 30. Juni um täglich 1,5 Millionen Barrel zu kürzen, um den Ölpreis zu stabilisieren.
  • Abgesagte Großveranstaltungen, stornierte Reisebuchungen: Bei dem Verbändetreffen am Montag beim Tourismusbeauftragten der Bundesregierung dringt die Tourismusbranche auf Maßnahmen, den Schaden abzufedern. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband fordert Liquiditätshilfen, Fördermaßnahmen sowie Steuerentlastungen.

Und zum Schluss: Leere Ränge beim Biathlon

Der Biathlon Weltcup im tschechischen Nove Mesto findet wegen des Coronavirus unter Ausschluss der erwarteten 100.000 Zuschauer statt. Diese drastischen Vorsichtsmaßnahmen treffen nicht nur auf Verständnis.

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