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Berlin prüft Rückholaktion für Deutsche in China

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Coronavirus breitet sich aus - Berlin prüft Rückholaktion für Deutsche in China

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Das Coronavirus greift von China aus weiter um sich. Mehrere Länder haben Rückholaktionen ihrer Bürger aus Wuhan angekündigt. Und auch Berlin erwägt eine mögliche Evakuierung.

Ausreisende werden am Flughafen in Changsha kontrolliert
Ausreisende werden am Flughafen in Changsha kontrolliert.
Quelle: reuters

Das Auswärtige Amt erwäge eine Rückholaktion für Deutsche, die sich im chinesischen Krisengebiet aufhalten, und prüfe die Bedingungen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin. Demnach geht das Auswärtige Amt von einer zweistelligen Zahl von Deutschen in der besonders betroffenen Region aus. Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet.

Krisenstab berät weiteres Vorgehen

Die Bundesregierung erwägt die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus der chinesischen Stadt Wuhan, dem Zentrum des Ausbruchs des Coronavirus. Der Krisenstab ist laut Maas am Montagvormittag zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Maas fügte hinzu:

Reisende sollten überlegen, nicht zwingende Reisen nach China zu verschieben oder zu unterlassen.
(Außenminister Maas in Berlin)

Die deutsche Botschaft habe ständigen Kontakt zu den deutschen Staatsbürgern in Wuhan, die man auf eine zweistellige Zahl schätze. Man prüfe und bereite sich auf alle Optionen vor. Am Nachmittag sollten in Wuhan ein Team deutscher Konsular-Vertreter eintreffen.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell verwies in der gemeinsamen Pressekonferenz auf eine Sitzung der EU-Gesundheitsminister, um eine gemeinsame europäische Position im Umgang mit dem Virus zu erreichen.

Lufthansa bietet kostenfreie Umbuchungen an

Die Lufthansa bietet auf Anordnung chinesischer Behörden ihren Kunden kostenfreie Umbuchungen für alle Flüge von und nach China (ohne Hongkong) an. Das gilt für Tickets, die vor dem 23. Januar gebucht wurden, und zwar für Flüge im Zeitraum von 24. Januar bis 23. Februar. Die Lufthansa bietet pro Woche 45 Verbindungen nach und von China an, die österreichische Tochter Austrian Airlines neun, die Schweizer Tochter Swiss 21 inklusive Hongkong.

In der elf Millionen Einwohner zählenden Stadt Wuhan hatte das neuartige Coronavirus im Dezember seinen Ausgang genommen. Ein Großteil der mittlerweile mehr als 2.700 infizierten Patienten in China lebt dort. Durch das Virus, das Atemwegserkrankungen wie Lungenentzündungen verursacht, kamen bislang mehr als 80 Menschen in der Volksrepublik ums Leben. Aus einem Dutzend weiteren Ländern wurden einzelne Infektionen gemeldet.

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