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Notbetreuung wird ausgeweitet

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Schulen und Kitas bleiben zu - Notbetreuung wird ausgeweitet

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Schulen und Kitas bleiben auch nach den Osterferien geschlossen. Der Wunsch nach einem geregelten Alltag ist groß. Bund und Länder wollen die Kindernotbetreuung ausweiten.

Bund und Länder haben am Mittwoch beschlossen, Kitas vorerst geschlossen zu halten. Eine schrittweise Öffnung der Schulen solle nicht vor dem 4. Mai erfolgen. Schüler aus Abschlussjahrgängen sowie all jene, die vor einem Schulwechsel stehen, sollen priorisiert als Erste wieder in die Schule gehen dürfen.

Kindertagesstätten sind derzeit ausschließlich für eine Notbetreuung geöffnet. Bund und Länder wollen jedoch eine gemeinsame Linie für die Ausweitung der Kinder-Notbetreuung finden.

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Die Empfehlung der wissenschaftlichen Expertengruppe Leopoldina sah anders aus. Die Eltern jüngerer Schüler und Kinder seien am stärksten auf die Betreuungsleistung von Schulen und Kitas angewiesen. Ihrer Empfehlung nach hätte unter entsprechenden Bedingungen zuerst mit einer schrittweisen Inbetriebnahme der Grundschulen begonnen werden sollen.

Unklare Perspektive für Schüler und Eltern

Die Bundesländer handhaben die Zeitpunkte der Schulöffnungen unterschiedlich: Während in Nordrhein-Westfalen ab kommender Woche Schüler aus Abschlussklassen die Schule zur Prüfungsvorbereitung wieder besuchen dürfen, beginnt eine schrittweise Öffnung der Schulen in Bayern nicht vor dem 11. Mai. Was fehlt: eine klare Perspektive für Schüler und Eltern. Viele sehnen sich nach einem geregelten Schulalltag und geöffneten Kitas.

Ausweitung der Notbetreuung

Für Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung haben, ist eine Notbetreuung der Kinder vorgesehen. Der Beschluss vom 15. April sieht eine Ausweitung der Notbetreuung auf weitere Bedarfs- und Berufsgruppen vor.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hatte zuletzt eine Notbetreuung für Vorschulkinder und Kinder berufstätiger Alleinerziehender, Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen und für Kinder, die vor dem Eintritt in die Grundschule stünden, gefordert.

Giffey will Konzept vorlegen

Ein Konzept darüber, auf welche Berufsgruppen die Betreuung ausgeweitet wird oder wie eine stufenweise Rückkehr in die Kinderbetreuung aussehen soll, will Giffey am Freitag, 17. April, in einer Telefonschaltkonferenz mit den Jugend- und Familienministern und –ministerinnen der Länder ausarbeiten.

Viele Eltern weiter unter Doppelbelastung

Berücksichtigt werden soll dabei vor allem die Rolle berufstätiger Eltern: "Ich sehe die Bedürfnisse von erwerbstätigen Eltern, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können. Sie brauchen Entlastungen und eine klare Perspektive." Die Entwicklung von konkreten Plänen sei deshalb vor allem für Familien mit kleinen Kindern wichtig, sagt Giffey:

Ihre Interessen dürfen im gesamten Prozess der Bekämpfung des Corona-Virus nicht vernachlässigt werden.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Für Eltern, die keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, bedeutet das jedoch weiterhin Kinderbetreuung oder Heimunterricht und Büroarbeit von zu Hause. Eine Doppelbelastung, die von vielen Familien nicht dauerhaft getragen werden kann.

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