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Länderchefs: Verantwortung statt Partys

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Immer mehr Corona-Hotspots - Länderchefs: Verantwortung statt Partys

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Immer mehr große Städte in Deutschland überschreiten die Corona-Warnstufe. Mehrere Regierungschefs rufen jetzt dazu auf, aus Verantwortung auf Partys zu verzichten.

Ein geschlossenes Lokal in Berlin am 06.10.2020
In Berlin müssen wegen des Anstiegs der Corona-Infektionen alle Restaurants und Bars von 23 Uhr bis 6 Uhr schließen (Archivbild).
Quelle: Imago

Die Corona-Fallzahlen nehmen in vielen Metropolen in Deutschland stark zu. Nachdem am Samstag Köln und Stuttgart die Überschreitung der wichtigen Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet hatten, folgte am Morgen Essen. Auch Berlin, Frankfurt und Bremen liegen über der Schwelle.

Mehrere Ministerpräsidenten riefen die Bürger eindringlich zu Achtsamkeit auf. Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann mahnte in der "Bild am Sonntag": "Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen".

Man muss gerade keine Party bei sich zu Hause oder in der Gaststätte feiern.
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Einen erneuten Lockdown könne sich das Land nicht leisten, so der Grünen-Politiker. "Deshalb ziehen wir die Schrauben an anderer Stelle an. Partys muss man nicht feiern, arbeiten und lernen schon."

Die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen wurde nun auch in Stuttgart und Essen überschritten. Bewohner müssen sich auf weitere Einschränkungen einstellen.

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Kretschmer verteidigt schärfere Corona-Regeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer appellierte ebenfalls an die junge Generation. "Jetzt sind nicht volle Partys gefragt, sondern Vorsichtsmaßnahmen - und Kontrolle", so Kretschmer in der "Welt am Sonntag".

Der CDU-Politiker verteidigte schärfere Regeln. "Wir brauchen jetzt gewisse Instrumente, um der Lage Herr zu werden. Wir wollen unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben weitgehend erhalten", sagte er.

Berlin und Frankfurt/Main haben aufgrund der steigenden Zahl der Neuinfektionen eine Sperrstunde für die Gastronomie verhängt. Besonders für die Wirte ist das ein schwerer Schlag. Derweil überschreiten weitere Großstädte die Warnstufe.

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Söder: "Wir haben fünf vor zwölf"

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", Corona sei genauso gefährlich wie im Frühjahr.

Wir haben fünf vor zwölf. Man darf sich die Lage nicht länger schönreden.
Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern

Der CSU-Chef machte sich für ein bundeseinheitliches Bußgeld von 250 Euro beim Verweigern des Tragens von Masken stark. In Bayern gilt dies bereits.

RKI meldet 3.483 neue Corona-Infektionen

Das RKI hatte am Samstag zum dritten Mal in Folge mehr als 4.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Sonntag lag der Wert wieder knapp darunter, bei 3.483 neuen Corona-Infektionen.

Allerdings sind die erfassten Fallzahlen an Sonntagen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Maßnahmenkatalog für die Großstädte

Am Freitag hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Oberbürgermeistern der elf größten deutschen Städte über die Lage beraten. An der Entwicklung in den Ballungsräumen zeige sich, "ob wir die Pandemie in Deutschland unter Kontrolle halten können oder ob uns die Kontrolle entgleitet", hatte Merkel betont.

Der vereinbarte Maßnahmenkatalog sieht unter anderem die Entsendung von Experten des RKI und der Bundeswehr vor, wenn die Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten wird. Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern soll es neue Beschränkungen geben.

Ein Modell eines Körpers mit Organen.

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