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"Keiner kommt, alle machen mit" - Spendenfestival für Hamburger Kulturszene

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Mit einem Nicht-Festival will die Aktion #keinerkommt die Hamburger Kulturlandschaft in der Corona-Zeit unterstützen: Prominente rufen mit Videobotschaften zu Spenden auf.

Ein Nicht-Festival als Solidaritätsaktion: Prominente rufen zu Spenden für die Hamburger Kulturszene auf.

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2 min
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Die Beatles, Abba, Ed Sheeran, Die Ärzte, Madonna, Foo Fighters – sie alle kommen nicht. Viele andere auch nicht. Zum Festival "Keiner kommt, alle machen mit" am 12. Mai. Es gibt Tickets für 11 und 22 Euro. Oder VIP-Tickets für 33 Euro. Die Erlöse gehen als Spende an Hamburger Kulturschaffende und Kultureinrichtungen, die wegen der Corona-Krise um ihre Existenz bangen.

Die Plakate sind gedruckt und hängen überall in der Stadt. Das Line-up ist beeindruckend: Deutsche und internationale Musikgrößen haben ihr Nichtkommen angesagt, um die Hamburger Kulturszene zu unterstützen. Zu Sehen oder Hören gibt es dementsprechend am 12. Mai tatsächlich – nichts.

Corona-Krise gefährdet die Kulturszene

Das Nicht-Festival als Solidaritätsaktion hat sich der Hamburger Lars Meier, Vorstand von MenscHHamburg e.V. ausgedacht. Der gemeinnützige Verein unterstützt seit 2011 Menschen und Projekte, die sonst nicht viel Aufmerksamkeit bekommen. Initiator Meier geht es vor allem um den Erhalt der Subkultur – darum, "die Vielfalt der Hamburger Kulturszene zu bewahren." Und Humor schade in diesen Zeiten auch nicht. Im Gegenteil.

Die seit rund zwei Monaten andauernde Schließung von Kneipen, Clubs, Konzerthäusern, Theatern und Kinos trifft die Kultur hart. Allein in der Hansestadt wurden bislang etwa 10.000 Anträge auf Soforthilfe gestellt. Kultursenator Carsten Brosda von der SPD spricht von einer "beispiellos dramatischen" Lage und fordert, dass "die immensen ökonomischen Folgen" des Lockdowns abgefedert werden müssen.

Mehr zur Lage der Hamburger Kulturszene im Video-Interview:

"Ein Clubkonzert lebt davon, dass man alles das macht, was gerade nicht geht". Der Hamburger Kultursenator Carsten Brosda im Interview.

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3 min
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Promis werben in Videos für #keinerkommt

"Keiner kommt, alle machen mit" kann da kaum mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein sein, aber es ist ein Signal. Verteilt werden die Einnahmen zu gleichen Teilen an private Theater- und Musikbühnen, die Filmwirtschaft, Clubs und freie Kulturschaffende. Über die Verwendung entscheidet eine Art Jury, besetzt mit Vertretern des Hamburger Kulturbetriebs.

Zahlreiche Unterstützer rufen in den sozialen Medien mit kurzen Videobotschaften zur Teilnahme auf, darunter Schauspieler Peter Lohmeyer, HP Baxxter von der Band Scooter, Fussballweltmeister Per Mertesacker, Kultcoach Christian Streich vom SC Freiburg, TV-Köchin Cornelia Poletto und ihr Kollege Tim Mälzer.

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Imaginäre Getränke aber echte Merchandising-Produkte

Ein Etappenziel hat Initiator Lars Meier nach eigenen Angaben bereits erreicht: die "Große Freiheit 36", ein Club mit rund 1.500 Plätzen, ist schon ausverkauft. Aber in der Hansestadt gibt es ja auch noch größere Veranstaltungshallen, die (nicht) gefüllt werden könnten. Und bis zum 12. Mai, 23:59 Uhr ist noch ein bisschen Zeit. 

Kultur | Kulturzeit -
Marek Lieberberg über Festivals und Corona
 

Kulturzeit-Gespräch mit dem Konzert- und Festivalveranstalter Marek Lieberberg über die Auswirkungen des Coronavirus auf Konzerte und Festivals im Sommer.

Videolänge
7 min

Außer den Tickets werden selbstverständlich auch Getränke verkauft, die es - genauso selbstverständlich - nicht gibt. Doch nicht alles gibt es wirklich nicht. Was es tatsächlich gibt, sind Merchandising-Produkte wie T-Shirts, Einkaufsbeutel, Tassen, Mützen. Ein Nicht-Festival mit allem, was dazugehört. Um nach Ende der Corona-Krise wieder richtige Festivals zu ermöglichen, erklärt Unterstützer und TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf:

Wenn viele Tickets verkauft werden, sehen wir uns bald wieder auf einer Bühne. So wie früher mit Anfassen.
Klaas Heufer-Umlauf

Auch die Filmbranche versucht, in der Corona-Zeit kreative Angebote zu schaffen:

Ein Computermodell des Coronavirus

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