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Bald 100.000 Infektionen pro Tag möglich

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Frankreichs Corona-Lage brisant - Bald 100.000 Infektionen pro Tag möglich

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Die Corona-Krise in Frankreich wird immer dramatischer. Experten warnen vor annähernd 100.000 Neuinfektionen pro Tag, wenn die Lage nicht bald unter Kontrolle ist.

Die Coronapandemie macht ganz Europa zu schaffen. Die Infektionszahlen steigen fast auf dem gesamten Kontinent stetig. Besonders betroffen sind die Franzosen mit ca. 52.000 Neu-Infektionen. Aber auch Italien und Belgien bleiben kaum verschont.

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100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Vor dieser Zahl warnt Professor Jean-François Delfraissy, der Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der die französische Regierung berät. "Es wird wahrscheinlich mehr als 50.000 Fälle pro Tag geben", sagt der Experte dem Sender RTL.

Wir vermuten (...) , dass es mehr in die Richtung von 100.000 pro Tag gehen wird.
Regierungsberater Jean-François Delfraissy

Die täglichen Zahlen aus Frankreich überschlagen sich derzeit. Am Sonntagabend wurden trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erstmals mehr als 50.000 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet, genauer gesagt 52.010 neue Ansteckungen. Damit gab es erneut einen Spitzenwert innerhalb eines Tages seit Beginn der großflächigen Corona-Testungen in Frankreich.

Lage verschlechtert sich seit Wochen kontinuierlich

Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern seit Wochen dramatisch. Die Behörden meldeten allein in der vergangenen Woche mehrmals neue Rekorde bei den Neuinfektionen. Am Freitagabend war die Marke von einer Million gemeldeter Fälle seit Beginn der Pandemie überschritten worden.

Mehr als 34.700 Menschen im Land sind bereits im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Rund 17 Prozent der Corona-Tests sind nach Angaben von Sonntag positiv. ZDF-Frankreich-Korrespondent Thomas Walde berichtet, dass die Auslastung der Intensivbetten allmählich ihre Grenzen erreicht.

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Ausgangssperre für zwei Drittel des Landes

Die Regierung habe unbedingt eine weitere allgemeine Ausgangssperre vermeiden wollen, weil sich das Land von der letzten noch nicht erholt habe, so Walde. Aber mit Blick auf die aktuelle Entwicklung sei es "nur eine Frage der Zeit", bis die für viele geltende nächtliche Ausgangssperre verschärft werde.

Seit Samstag gilt in Frankreich die nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Sie dürfen in den Nachtstunden zwischen 21 Uhr und sechs Uhr nur mit einem triftigen Grund vor die Tür. Die Regelung gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien und soll zunächst sechs Wochen anhalten.

Spanien und Italien reagieren auf die weiter rapide steigenden Neuinfektionen. Spanien hat erneut den Notstand ausgerufen, Italien hat eine Sperrstunde ab 18 Uhr eingeführt.

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Gesundheitsnotstand in Spanien, Ausgangssperren in Italien

Neben Frankreich sind auch in Italien und Spanien die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen explodiert, so dass inzwischen weitere Corona-Restriktionen greifen. In Spanien wurde erneut der Gesundheitsnotstand ausgerufen, in Madrid und Barcelona sind die Straßen aufgrund von Ausgangssperren leergefegt. Der Notstand soll nach dem Willen der Regierung möglichst bis Mai 2021 gelten.

In Italien müssen von diesem Montag an landesweit alle Restaurants und Bars um 18 Uhr für Gäste schließen. Auch Kinos, Theater, Fitnessstudios, Bäder, Skiresorts und Konzerthallen dürfen nicht mehr öffnen. Ein Großteil der italienischen Gymnasialschüler wird vorerst online unterrichtet.

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