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Höchste Corona-Warnstufe in Paris ausgerufen

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Rekordanstiege in Frankreich - Höchste Corona-Warnstufe in Paris ausgerufen

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Nach steigenden Corona-Infektionszahlen wurde für Frankreichs Hauptstadt Paris und Umgebung die "maximale Alarmstufe" ausgerufen - mit weitreichenden Folgen für Gastronomen.

Wegen der massiv gestiegenen Infektionszahlen haben die Behörden in der französischen Hauptstadt die höchste Warnstufe ausgerufen. Ab Dienstag müssen Bars und Cafés schließen.

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Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen ist in Paris die höchste Warnstufe verhängt worden, wie das Büro von Ministerpräsident Jean Castex am Sonntagabend mitteilte. Laut Arbeitsministerin Elisabeth Borne gelte nun die "maximale Alarmstufe". Damit treten verschärfte Maßnahmen in Kraft.

Paris: Cafés und Bars müssen für zwei Wochen schließen

Bars und Cafés in der Hauptstadt und einigen Vororten müssen geschlossen werden, Restaurants dürfen hingegen bei Einhaltung verschärfter Hygiene-Regeln geöffnet bleiben. Die Maßnahmen sollen zunächst für zwei Wochen gelten.

Nähere Angaben sollen am Montag die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Polizeipräfekt Didier Lallement machen, wie die Regierung weiter mitteilte. Hidalgo sprach am Sonntag von einer "sehr ernsten" Gesundheitssituation.

In Frankreich drohen neue Corona-Beschränkungen, denn die Infektionszahlen steigen rasant. ZDF-Korrespondent Thomas Walde in Paris schildert die Situation.

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Mehrheit der Einwohner begrüßt Schließungen

Innenminister Gérald Darmanin räumte in einem Interview mit französichen Medien ein, dass die Schließung von Cafés und Bars viele Menschen "hart" treffen werde. Er sagte:

Wir sind Franzosen - wir lieben es zu trinken, essen, leben, lachen und einander zu küssen.
Gérald Darmanin, Innenminister Frankreichs

Laut einer Umfrage befürworten 61 Prozent der Bewohner des Großraums Paris eine komplette Schließung von Bars, so der Sender BFM.

Neuer Höchststand in Frankreich

In Paris müssen Bars bisher um 22 Uhr schließen, Restaurants dürfen auch länger geöffnet bleiben - allerdings dürfen sie Alkohol nur im Zusammenhang mit einer Mahlzeit ausschenken. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte bereits am Donnerstag gesagt, nur ein Rückgang der Infektionszahlen könne eine "völlige Schließung" der Bars und Cafés in der Hauptstadt verhindern.

Mit fast 17.000 neu registrierten Corona-Infektionen hatte Frankreich am Wochenende einen neuen Höchststand erreicht. Laut am Samstag veröffentlichten Zahlen wurden binnen eines Tages 16.972 Neuinfektionen verzeichnet. Der bisherige Höchststand war am 24. September mit 16.096 Fällen erreicht worden.

Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie stieg in Frankreich auf rund 32.200. Damit gehört Frankreich zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern Europas.

Gesundheitsdirektor von Paris: Die Zahlen "wiegen schwer"

In Paris lag die sogenannte Inzidenz laut der regionalen Gesundheitsbehörde am Sonntag bei mehr als 250 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Intensivstationen in der Hauptstadt sind nach Behördenangaben inzwischen zu 30 Prozent mit Corona-Patienten belegt.

Die Zahlen sind wie sie sind, und sie wiegen schwer.
Aurélien Rousseau, Gesundheitsdirektor der Region Île-de-France

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