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Und was macht "Fridays For Future" jetzt?

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Freitags in der Corona-Krise - Und was macht "Fridays For Future" jetzt?

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Unlängst noch haben jeden Freitag Zehntausende Schüler für Klimaschutz demonstriert. Das geht jetzt nicht: Corona-Krise, Kontaktsperre. Nun organisiert sich die Bewegung anders.

Fridays for Future in Hamburg
"Fridays For Future"-Demo in Hamburg (Archiv): Die Kontaktsperre macht so etwas im Moment unmöglich.
Quelle: dpa

Die Aktivisten organisieren nun im Netz Protest, Diskussions- und Bildungsangebote. Der von Greta Thunberg ausgerufene #climatestrikeonline bekommt erste Konturen.

Doppelte Herausforderung: Erde und Menschen mit "Fieber"

Unter dem deutschen Hashtag-Äquivalent #NetzstreikFürsKlima transportiert die Bewegung verknappt vor allem die Botschaft: Die Klimakrise steht nicht still! Und: Sowohl bei der Corona-Pandemie als auch beim "fiebrigen Planeten" gehe es darum, die Kurve abzuflachen, Menschenleben zu retten.

Viele Aktivisten machen deutlich, dass Corona ihre Sorge um das Klima und soziale Gerechtigkeit nicht verdrängt. Die Medizinstudentin Bea Albermann etwa. Sie war vor kurzem im Rahmen eines "Public Health"-Praktikums in Afrika im Einsatz. Nun ruft sie zur "Solidarität mit den Schwächsten" auf: Menschen, bedroht von Hunger, Umweltzerstörung, Luftverschmutzung und zahlreichen Krankheiten.

Aus Corona-Krise für Klima-Krise lernen

Ein Hoffnungsschimmer: Die Corona-Krise zeige, wie entschlossen die Menschheit in einer Krise agieren könne. Albermanns Aufruf, stellvertretend für viele dieser Art:

Lasst uns im Bewusstsein behalten, dass die Klimakrise die größte Gesundheitskrise ist, der die Menschheit jemals gegenüberstand.

"Fridays For Future"-Aktivistin Luisa Neubauer spricht von einer doppelten Herausforderung, weil sich die große Krise des Planeten in Corona-Zeiten nicht in Luft auflöse: "Auch, wenn wir alle mit den Gedanken gerade woanders sind, wird der Amazonas dieses Jahr brennen, wird es Überschwemmungen und Extremwetter geben", so Neubauer.

Ihre Hoffnung, dass die Erfahrungen aus der Corona-Krise im Kampf gegen die Klima-Krise helfen können, teilt sie mit vielen Menschen aus der "Fridays For Future"-Bewegung.

Die Corona-Maßnahmen zeigen laut Robert Koch-Institut inzwischen messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, so RKI-Präsident Wieler.

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Junge Aktivisten fordern: Hört auf die Wissenschaft!

Deshalb fordern sie die Politik auf, nicht nur in der aktuellen Gesundheitskrise, sondern auch im Kampf gegen eine ungebremste Erderwärmung stärker der Wissenschaft zu vertrauen.

Zudem versucht die Bewegung mithilfe von Fachleuten unter dem Hashtag #WirBildenZukunft, via Youtube oder auf Twitter faktenbasierte Informationen zum Thema Klimawandel zu bieten.  

Unterstützt wird das durch Eltern und Großeltern. Sie fordern, dass die Corona-Krise die politische Arbeit an Lösungen im Kampf gegen die Klimakrise nicht verhindern dürfe.

Wird "Fridays For Future" durch das Coronavirus gestoppt?

Wie stark die Corona-Krise die "Fridays For Future"-Bewegung trifft, lässt sich derzeit noch nicht seriös beantworten.

Dem Jugendforscher Klaus Hurrelmann zufolge hängt viel davon ab, wie sehr es den Aktivisten gelingt, Gesundheits- und Klimakrise als "zwei existenzbedrohende, unsichtbare Gefahren" in einen Kontext zu stellen.

Junge Menschen demonstrieren in Berlin.

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