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Covid-19-Patient aus Italien - "Danke Deutschland, danke für alles!"

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Perani war der erste Corona-Patient, der im März aus Italien nach Deutschland geflogen wurde. Nun ist er genesen und berichtet von seinem Kampf gegen das Virus.

COVID-19-Patient aus Italien

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2 min
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Mitte März tobt die Corona-Pandemie in Italien auf ihrem Höhepunkt. Die Krankenhäuser sind überlastet, das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Kollaps. In Bergamo ist die Situation besonders dramatisch. Das einzige Krematorium der Stadt kann die vielen Leichen nicht mehr aufnehmen. Die Bilder von Militärkonvois, die die Toten aus der Stadt fahren, gehen um die Welt.

"Eine dramatische Situation, fast wie im Krieg"

In dieser Zeit erkrankt auch Felice Perani aus Bergamo an Covid-19. Sein Zustand verschlechtert sich in kurzer Zeit dramatisch, er klagt über Atemnot und muss ins Krankenhaus. Doch die Intensivstationen der Stadt nehmen seit Tagen keine Patienten mehr auf. "Es war ein dramatischer Moment mit unendlich vielen Toten", erinnert sich Perani.

Auf dem Friedhof von Bergamo stapelten sich die Särge. Es war eine dramatische Situation, fast wie im Krieg.
Felice Perani, ehemaliger Corona-Patient aus Bergamo, Italien

Aber der 57-jährige Perani hat Glück: Sein Arzt ergattert für ihn einen der wenigen Plätze in einem Krankentransport nach Deutschland. Am 24. März 2020 landet gegen 1:30 Uhr eine Maschine des italienischen Militärs auf dem Flughafen Leipzig /Halle.

An Bord befinden sich Perani und ein weiterer Covid-19-Patient. Die schwer Erkrankten werden sofort in die Uniklinik Leipzig gebracht. Peranis Zustand ist katastrophal: "In der Klinik wurde ich sofort an die Maschinen angeschlossen“,  berichtet er im Interview mit Frontal21. "Ich habe ausschließlich durch die Maschinen funktioniert. Die Maschinen haben mich am Leben gehalten."

Überlebende berichten

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10 min
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Tagelanger Kampf um Leben und Tod

Mehrere Tage lang muss Perani beatmet werden, bevor sich seine Situation bessert. Auch Wochen später kommen dem Italiener im Gespräch die Tränen, wenn er an die Zeit auf der Intensivstation denkt: "Zehn Tage lang schwebte ich zwischen Leben und Tod", erinnert er sich. Die Uniklinik Leipzig habe ihm das Leben gerettet: "Wenn ich in Bergamo geblieben wäre, hätten sie mich nicht so behandeln können wie hier." Felice Perani überlebt als einziger von insgesamt vier Italienern, die nach Leipzig geflogen wurden.

Die Mitarbeiter der Uniklinik Leipzig werde er nie vergessen, sagt Perani dankbar im Frontal21-Interview.

Es war ein Glück für mich, dass ich nach Deutschland kommen konnte. Danke Deutschland, danke für alles.
Felice Perani, ehemaliger Corona-Patient aus Bergamo, Italien

Man habe das maximal Mögliche getan, um sein Leben zu retten - mit Erfolg.
Felice Perani befindet sich mittlerweile in der Reha. Dort wird er noch einige Wochen bleiben, bis er nach Bergamo zurückkehren kann.

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