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RKI untersucht Infektionswege - Die meisten Corona-Infektionen im Privaten

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Die meisten Infektionen mit dem Coronavirus finden im familiären und häuslichen Umfeld statt. An zweiter Stelle folgen Ausbrüche in Altenheimen, so eine Untersuchung des RKI.

Privathaushalte und Altenheime sind laut einer RKI-Untersuchung die Orte der meisten Corona-Übertragungen.

Infektionsumfeld: Privathaushalt

"Neben einzelnen spektakulären und bundesweit bekannt gewordenen großen Ausbrüchen sind es insbesondere Übertragungen im familiären und häuslichen Umfeld, die nicht unbedingt zu vielen Folgefällen führen und nur wenige Fälle pro Ausbruch aufweisen, aber offensichtlich sehr häufig vorkommen", heißt es in dem RKI-Papier. Im Schnitt gab es nur jeweils 3,2 Infizierte - die Übertragung fand also wohl nur auf weitere Familienmitglieder statt.

Die zweitmeisten Corona-Ausbrüche gehen laut Robert Koch-Institut auf Alten- und Pflegeheime zurück. In diesen Einrichtungen steckten sich bei bei einem Ausbruch aber im Schnitt fast 19 Personen an.

Reisende am Flughafen im kroatischen Split.

Höchster Wert seit April - 2.000 Neuinfektionen überschritten 

Erstmals seit Ende April gibt es in der Corona-Krise in Deutschland wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen an einem Tag. Gründe sind nicht nur Familienfeiern und Reiserückkehrer.

Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr demnach beim Ausbruch in einem Flüchtlingsheim - im Schnitt wurden 21 Fälle pro Ausbruch erfasst, so viele wie nirgends sonst.

Schulen spielen bislang keine Rolle

Schulen spielen der RKI-Studie zufolge - bislang zumindest - keine Rolle bei den Infektionen. Das RKI ordnet ihnen nur 31 Ausbrüche und 150 Infektionen zu. Allerdings waren die Schulen im Zeitraum der Untersuchung teilweise geschlossen.

Grafik Aerosolverbreitung in Klassenzimmer

Corona-Risiko im Klassenzimmer - Wie schnell sich Aerosole verbreiten können 

Das Coronavirus kann sich über Aerosole verbreiten. Dieses Szenario zeigt: Schon nach zwei Minuten sind die Aerosole im gesamten Klassenzimmer verteilt.

Auch Restaurants, Hotels oder Büros sind bislang Nebenschauplätze.

Ausbrüche in der Bahn lassen sich laut RKI nur schwer ermitteln, da die Identität eines Kontaktes kaum nachvollziehbar sei.

Kaum Corona-Ausbrüche im Freien

"Gemeinsames Wohnen auch im Alten- und Pflegeheim scheint häufig zu Übertragungen zu führen, deutlich weniger jedoch Situationen im Freien, wie fehlende Ausbrüche in Tierparks und Zoos beziehungsweise nur drei Fälle beim Picknick nahelegen."

Das RKI weist darauf hin, dass nicht bei allen erfassten Fällen die Quellensuche der Infektion ganz sicher verlaufen ist. Den Angaben liegen laut RKI lediglich etwa 27 Prozent aller Infektionen zugrunde, die einem konkreten Ausbruchsort zugeordnet werden konnten.

Für die Untersuchung hat das RKI das Infektionsgeschehen bis Mitte Juli 2020 betrachtet.

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von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz
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