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Viele Corona-Todesfälle unter Ärzten

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Großbritannien - Viele Corona-Todesfälle unter Ärzten

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Es fehlt Schutzkleidung, einige nutzen Müllbeutel als Maske: Ärzte und Pfleger in Großbritannien sind einem ständigen Corona-Risiko ausgesetzt. Viele von ihnen sind gestorben.

Krankenhaus in Großbritannien
Dem staatlichen Gesundheitsdienst in Großbritannien mangelt es an Schutzausrüstungen, medizinischen Geräten und Personal.
Quelle: dpa

In Großbritannien sind bislang 181 mit dem Coronavirus infizierte Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gestorben. Wie Premierminister Boris Johnson im Parlament weiter mitteilte, kamen auch 131 Sozialarbeiter im Zusammenhang mit Covid-19 ums Leben.

Wie Helden verehrt

Zahlreiche Ärzte, Krankenpfleger und Mitarbeiter in Senioreneinrichtungen hatten sich immer wieder beschwert, dass sie nicht genug Schutzausrüstungen wie Masken und Kittel zur Verfügung hätten. Einige von ihnen zogen sich in ihrer Not zum Beispiel große Müllbeutel über, um sich nicht mit dem Erreger anzustecken.

Chris Humphries malt ein Wandbild für das Medizinische Personal
Der britische Künstler Chris Humphries malt ein Wandbild in Edinburgh, um den Einsatz der NHS-Mitarbeiter zu würdigen.
Quelle: dpa

Die Mitarbeiter des NHS werden landesweit wie Helden verehrt. Für sie wird einmal pro Woche kräftig geklatscht. Viele Fenster von Wohnungen sind mit Bildern und Botschaften für die Ärzte und Pfleger beklebt. An Stränden werden bemalte Steine mit Dankesbotschaften abgelegt.

Corona-Tote: Experten vermuten hohe Dunkelziffer

Großbritannien hat die meisten Corona-Toten in Europa. Die Statistiken schwanken je nach Erhebungsmethode zwischen gut 35.000 und mehr als 50.000. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Die britische Regierung lockert ihre Ausgangsbeschränkungen schrittweise.

Viel Kritik gibt es an dem Plan, einzelne Jahrgangsstufen wieder ab Juni in die Schulen zu schicken. Gewerkschaften, Wissenschaftler und Vertreter von Kommunen erklärten, dieser Schritt sei viel zu früh. Justiz-Minister Robert Buckland antwortete in Interviews am Mittwoch ausweichend auf die Frage, ob der Termin realistisch sei. Man arbeite auf den 1. Juni zwar hin, aber das Datum stehe unter Vorbehalt, sagte der Minister der BBC.

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