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Großteils Risikogebiet - Was gilt bei Reisen in die Niederlande?

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Eine Grenzregion zu Deutschland nach der anderen wird zum Corona-Risikogebiet erklärt. Auch viele Gebiete in den Niederlanden sind betroffen. Was müssen Urlauber jetzt wissen?

Die Herbstferien stehen vor der Tür. Dennoch haben die wenigsten Reisen geplant oder gebucht. Dies liegt vor allem an der unsicheren Corona-Lage und den vielen Risikogebieten.

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Am kommenden Montag (05.10.) beginnen in den ersten Bundesländern die Herbstferien und auch an diesem Wochenende sind viele Kurzurlauber unterwegs. Ein Urlaub in den Niederlanden - das bietet sich nicht nur für viele Menschen aus dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen an. Doch seit Freitag gilt für fast die komplette Niederlande eine Reisewarnung. Was müssen Urlauberinnen und Urlauber beachten?

Für welche Regionen in den Niederlanden gilt eine Reisewarnung?

  • die gesamten Niederlande mit Ausnahme der Provinzen bzw. autonomen Länder Zeeland und Limburg

Länder, die als Risikogebiete gelten, sind immer aktuell auf ZDFheute nachzulesen.

Kann ich trotz Reisewarnung in ein Risikogebiet reisen?

Ja. Die Reisewarnung ist kein Verbot, sie soll nur eine möglichst große abschreckende Wirkung haben. Für die größte Abschreckung sorgen allerdings die Quarantäneregeln, die bei der Rückkehr aus Risikogebieten nach Deutschland gelten.

Was passiert, wenn ich zurückkomme?

Für Urlauber, die in die Risikogebiete in die Niederlande reisen, gelten die gleichen Regeln wie für alle Reisenden in Risikogebieten:

Dann heißt es bei der Rückkehr: bis zu 14 Tage Quarantäne plus Testpflicht. Man muss sich also so lange zu Hause isolieren, bis ein negatives Testergebnis da ist. Es sei denn, man hat schon eins von kurz vor der Einreise. Das Corona-Testergebnis darf höchstens 48 Stunden alt sein.

Außerdem sollen sich Rückkehrer nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Die Bundesländer regeln die Quarantäne für Reisende in eigener Zuständigkeit, wie das BMG gegenüber der ZDFheute bestätigte.

Was hat sich geändert?

Im Sommer konnten sich alle Auslands-Heimkehrer gratis testen lassen, das Angebot ist aber vorbei. Zudem gelten zum Teil länderspezifische Regeln, die auf den Seiten der Gesundheitsämter der jeweiligen Bundesländer nachzulesen sind. Wer sich nicht an die Quarantäne-Regeln hält, dem drohen Bußgelder.

Zum 15. Oktober sollen Änderungen kommen: Ein vorzeitiges Ende der Quarantäne soll dann frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr möglich sein. Für Quarantänetage sollen Risiko-Urlauber künftig auch keinen Ausgleich für Einkommensausfälle mehr bekommen.

Wer trägt die Kosten, wenn Arbeitnehmer unter Quarantäne stehen und nicht arbeiten können? Sind sie dann krankgeschrieben oder müssen sie Urlaub beantragen?

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Was passiert, wenn das Reiseland während des Urlaubs Risikogebiet wird?

Wenn man sich bereits am Urlaubsort befindet und die Region (z.B. Zeeland oder Limburg) wird dann zum Risikogebiet erklärt, gelten die Bestimmungen vor Ort. Bei Rückreise gelten die gleichen Bestimmungen wie für alle Rückkehrer aus Risikogebieten: Quarantäne und Testpflicht.

Was passiert, wenn ich anreisen will, aber mein Heimatort als Risikogebiet eingestuft wird?

Hat der Urlauber noch nicht im Hotel eingecheckt, kann der Hotelier den Vertrag, den er mit dem Gast geschlossen hat, wegen außergewöhnlicher Umstände (höherer Gewalt) kündigen. Oft sind die Gesundheitsämter vor Ort auch daran interessiert, dass keine Urlaubsgäste aus Risikogebieten ankommen. Dem Reisenden müssten dann etwaige Anzahlungen oder schon bezahlte Hotelkosten erstattet werden.

Können gebuchte Reisen storniert werden?

Mit der Einstufung als Risikogebiet ist auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes verbunden. Sie bedeutet, dass Touristen Pauschalreisen kostenlos stornieren können. Bei Individualreisenden ist die Situation schwieriger, eine Alternative können dabei Kulanzregelungen sein.

Bundesregierung rät generell von Reisen ins Ausland ab

Sowohl für die Herbstferien als auch für die Winterferien hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen von Auslandsreisen abgeraten.

Man kann ja auch Urlaub im Inland machen.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

... sagte der CDU-Politiker kürzlich im ZDF. Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiserückkehrer verstärkt das Virus einschleppten. "Ich finde, für Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lerne", sagte Spahn. Das sei zwar hart für die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ändern.

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