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Coronavirus breitet sich aus - US-Bürger sollen raus aus Wuhan

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Die Zahl der Toten durch das Coronavirus steigt: 56 meldet China inzwischen. Weltweit gibt es Erkrankungen. Grund genug für die USA, Bürger aus Wuhan auszufliegen.

Trotz drastischer Gegenmaßnahmen nach dem Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China gibt es immer mehr Todesfälle in der Volksrepublik. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg inzwischen auf 56, wie die Nationale Gesundheitsbehörde des Landes am Sonntag mitteilte. Demnach haben sich 1.975 Menschen in China mit dem Coronavirus angesteckt, der die neuartige Lungenkrankheit auslöst. Zuletzt war von knapp 1.400 Infizierten die Rede gewesen. Weltweit kommen nach bisherigen Informationen rund 30 bestätigte Fälle hinzu - darunter drei Patienten in Frankreich, bei denen es sich um die ersten bekanntgewordenen Erkrankungen in Europa handelt.

Die Provinzhauptstadt von Hubei, die Metropole Wuhan, ist besonders stark vom Coronavirus betroffen: Dort war der Erreger vermutlich auf einem Tiermarkt auf Menschen übergesprungen. Das US-Außenministerium kündigte am Sonntag an, US-Bürger aus Wuhan auszufliegen. Für Dienstag sei ein Flug geplant, um Mitarbeiter des US-Konsulats und weitere Staatsbürger nach San Francisco zu bringen. Für Privatpersonen gebe es nur "begrenzte Kapazitäten", schränkte die Behörde ein. Es werde den Menschen Vorrang eingeräumt, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind. Auch Frankreich plant per Bus eine Evakuierungsaktion seiner Bürger aus der Hubei-Provinz.

Eine Evakuierung deutscher Staatsbürger aus der Provinz Hubei ist vorerst nicht geplant. Aus Regierungskreisen in Berlin verlautete am Sonntag, das Auswärtige Amt stehe in engem Kontakt mit den Betroffenen und mit Partnerorganisationen vor Ort, wie mit der Situation umzugehen sei. Demnach leben in der Region etwa 100 deutsche Staatsangehörige mit ständigem Wohnsitz, die in der Krisenvorsorgeliste des Amtes registriert sind. In diese Liste können Deutsche sich freiwillig eintragen lassen.

Vergnügungsparks in Hongkong: Geschlossen statt Besucheransturm

Hongkong rief unterdessen den Notstand aus. Die beiden größten Vergnügungsparks in Hongkong, Disneyland und Ocean Park, schließen wegen des Virus ab Sonntag ihre Pforten. In der bevorstehenden Ferienwoche zum chinesischen Neujahrsfest hatten die Parks eigentlich mit einem Besucheransturm gerechnet.

"Die Menschen in China sind verunsichert", so ZDF-Korrespondentin Stefanie Schöneborn.

Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping berief am Samstag in Peking ein Krisentreffen ein. Alle Ebenen von Partei und Regierung müssten dem Kampf gegen das Coronavirus höchste Priorität einräumen, sagte er laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Die Partei habe eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um das weitere Vorgehen zu koordinieren. Teams würden in die Provinz Hubei entsandt, um die Arbeit vor Ort zu steuern.

Wuhan braucht mehr Ärzte, Pfleger und Schutzanzüge

Die Provinzhauptstadt von Hubei, die Millionenmetropole Wuhan, ist besonders stark vom Coronavirus betroffen: Dort war der Erreger vor wenigen Wochen auf Menschen übergesprungen - vermutlich auf einem Tiermarkt. Wie Staatsmedien am Sonntag berichteten, sollen in der Stadt 24 allgemeine Krankenhäuser nun zusätzliche Betten für Patienten bereitstellen. Wuhan hatte zuvor bereits im Eiltempo mit dem Bau von zwei neuen Krankenhäusern begonnen, die insgesamt eine Kapazität von 2.300 Betten haben sollen. Das erste Hospital in Schnellbauweise soll am Montag in einer Woche erste Patienten aufnehmen, das zweite zwei Tage später.

Aus anderen Teilen Chinas wurden mehr als 1.680 Ärzte und Pfleger nach Wuhan entsandt. Auch wurden 14.000 Schutzanzüge bereitgestellt. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr, Zug- und Flugverbindungen wurden gestoppt, Ausfallstraßen gesperrt. Von Sonntag an wird auch der gewöhnliche Autoverkehr in den großen Stadtbezirken Wuhans gestoppt.

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