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"Impfstoff in greifbarer Nähe"

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Biontech-Vorstand - "Impfstoff in greifbarer Nähe"

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Die Mainzer Firma Biontech ist bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff ein aussichtsreicher Kandidat. Vorstandsvorsitzender Sahin rechnet mit einer Zulassung noch in diesem Jahr.

Corona Impfstoff von Biontech
Quelle: imago

Das Mainzer Unternehmen Biontech gehört zusammen mit seinem amerikanischen Partner Pfizer zu den aussichtsreichen Kandidaten bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus. Derzeit befindet sich das Projekt in der letzten, dritten Phase. Der Biontech-Vorstandsvorsitzende Ugur Sahin ist zuversichtlich, dass sein Unternehmen bald die Zulassung für die Herstellung eines Impfstoffs beantragen kann. Das Ergebnis der Studie könne "Ende Oktober, Anfang November" vorliegen, "sodass ein möglicherweise zugelassener Impfstoff in greifbarer Nähe" sei, sagte er ZDFheute live.

Das Bundesforschungsministerium verteilt mehrere hundert Millionen Euro an deutsche Firmen. 375 Millionen Euro gehen dabei an Biontech.

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Es sei vielversprechend, dass in der Studie "nur milde bis moderate Nebenwirkungen" zu beobachten seien. "Wir glauben, dass wir ein sicheres Produkt haben." Eine Abkürzung bei der Zulassung könne es ohnehin nicht geben. "Die Impfstoffentwicklung ist wie jede Arzneimittelentwicklung sehr genau geregelt", betont Sahin. Man werde durch den Gesetzgeber und die Behörden - auch unangekündigt - kontrolliert.

375 Millionen Euro vom Bund

Parallel arbeite Biontech an einer Erhöhung der Produktionskapazitäten, damit unverzüglich mit der Herstellung des Impfstoffes begonnen werden kann. Zusammen mit Pfizer will Biontech noch 2020 bis zu 100 Millionen Impfdosen bereitstellen, 2021 soll das Ziel 1,3 Milliarden Dosen sein.

Zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffs werden im Rahmen eines 750 Millionen Euro schweren Sonderprogramms das Mainzer Unternehmen Biontech mit 375 Millionen Euro und der Tübinger Hersteller Curevac mit 230 Millionen Euro gefördert. Das gaben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek bekannt. Darüber hinaus soll die Firma IDT Biologika aus Dessau-Rosslau unterstützt werden. In dem Fall laufen aber noch letzte Detailgespräche.

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