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Biontech: Antrag auf Marktzulassung im Herbst

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Impfstoff-Unternehmer Sahin - Biontech: Antrag auf Marktzulassung im Herbst

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Mit Übernahme des Novartis-Werks in Marburg hat Biontech einen weiteren Schritt zur Massenproduktion von Impfstoffdosen gemacht. Chef Sahin will direkt bei einer Erlaubnis liefern.

Biontech-Chef Sahin ist optimistisch: Sein Unternehmen werde voraussichtlich Anfang 2021 sogar mehr Impfstoff gegen Covid-19 ausliefern können als geplant.

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Für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffs will das Mainzer Unternehmen Biontech von dem Schweizer Pharmakonzern Novartis dessen Produktionsstätte in Marburg übernehmen. Das Geschäft soll noch vor Jahresende abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. "Wir haben schon mit dem Technologietransfer begonnen", zeigt sich Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin optimistisch.

Es bräuchte circa zwei bis drei Monate Vorlaufzeit, damit die Produktionsprozesse genauso laufen würden, wie sie sich am Hauptstandort Mainz etabliert hätten. Sahin rechne damit, dass Biontech Anfang nächsten Jahres die ersten Produktionschargen aus Marburg bereitstelle.

Die steigenden Zahlen und die kommende Jahreszeit bereiten Sorgen, das Virus könne sich in Deutschland stärker ausbreiten. Die Suche nach einem Impfstoff läuft auf Hochtouren.

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Biontech will nach Genehmigung direkt Impfstoff liefern

"Für uns war es wichtig, wichtige Schritte parallel zu machen", erklärt der Mediziner. Die Biontech-Strategie sei es, Produktionsprozesse und auch die Vorausproduktion von Impfstoffen in größeren Mengen auch vor einer Genehmigung zu etablieren. Sollte eine mögliche Genehmigung dann auch eine Liefererlaubnis beinhalten, könnte man direkt die Bevölkerung versorgen.

Dann könnten wir direkt auch am nächsten Tag damit anfangen, Impfstoff auszuliefern.
Ugur Sahin, Biontech-Chef

Dabei helfen soll die Übernahme des Novartis-Werk in Marburg, die eine "exzellente Produktionsanlage mit über 300 hochqualifizierten Mitarbeitern" sei. So könne man auf der einen Seite von den Produktionsräumen aber auch vom Erfahrungsschatz der Angestellten profitieren. Die Produktionsanlage soll dann, wenn sich alles eingependelt hat, 750 Millionen Impfstoffdosen pro Jahr herstellen.

Valerie Haller über die Förderung der Impfstoff-Hersteller.

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Corona-Impfstoff laut Sahin schnell für alle verfügbar

Was den Zeitrahmen für die Genehmigung der Impfstoffe angeht, geht Sahin davon aus, dass die erste Welle der Unternehmen Ende 2020 oder Anfang 2021 Imfpstoffe ausliefern darf. Mit drei bis sechs Monaten Verspätung würden dann andere Unternehmen dazustoßen.

Mitte 2021 wäre Deutschland dann in einer sehr komfortablen Situation, so der Biontech-Chef, sodass in Deutschland jeder, der einen Impfstoff haben möchte, auch einen bekommen könne.

Forscher laufen auf eine Zielgerade zu, hinter der eine Spritze steht, die den Corona-Impfstoff symbolisiert.u

Wettlauf um Corona-Schutz -
Diese Firmen liegen im Impfstoff-Rennen vorn
 

Die Impfstoff-Suche hat den wohl größten Wettlauf ausgelöst, den die Wissenschaft je gesehen hat. Am Ausgang des Rennens entscheidet sich, wer den Corona-Schutz zuerst bekommt.

von Simon Haas

Biontech will Marktzulassung im Oktober beantragen

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen und sein US-Partner Pfizer wollen im Falle eines Erfolgs der aktuell laufenden klinischen Studie zu ihrem möglichen Corona-Impfstoff bereits im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen.

Beide Unternehmen hatten Ende Juli einen weltweiten Test zu dem möglichen Impfstoff mit derzeit 29.000 Probanden gestartet. Für die klinische Untersuchung der Phasen II/III - mit dem Ziel einer Überprüfung der Wirksamkeit sowie möglicher Nebenwirkungen und der Bestimmung der geeigneten Dosis - war der Wirkstoff BNT162b2 als Hauptkandidat ausgewählt worden.

Drei deutsche Unternehmen will der Bund mit 750 Millionen Euro bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff unterstützen. Bundesgesundheitsminister Spahn hofft auf einen Impfstoff im kommenden Jahr - es könne aber auch Rückschläge geben.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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