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Impf-Meilenstein im Kampf gegen Corona

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Erfolg für britische Forscher - Impf-Meilenstein im Kampf gegen Corona

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Großbritannien ist in Sachen Corona oft vorne - bislang aber eher, was die negativen Folgen angeht. Doch bei der Suche nach einem Impfstoff sind die Briten spitze.

Forschern der Universität Oxford in England ist offenbar ein großer Schritt auf dem Weg zu einem Coronavirus-Impfstoff gelungen. Bis zu einem Durchbruch ist es aber noch ein weiter Weg.

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Die höchste Todeszahl in Europa, die Wirtschaft schwerer gebeutelt als andernorts auf dem Kontinent. Doch sowohl was einen Impfstoff als auch Medikamente gegen das Virus angeht, sind Forscher von der Insel vorne dabei - allen voran die Oxford-Impfstoff-Gruppe. Das zusammen mit dem Pharmariesen Astrazenecca entwickelte Vakzin ist momentan das am weitesten fortgeschrittene Programm.

Bei 1.770 Probanden, denen der Impfstoff verabreicht wurde, gab es keine schweren Nebenwirkungen. Und eine doppelte Reaktion des Immunsystems bei neun von zehn Teilnehmern. Gebildet wurden Antikörper, die das Virus zerstören. Und T-Zellen, die schon infizierte, körpereigene Zellen wegräumen. Der Direktor der Gruppe, Prof. Andrew Pollard erklärt:

Es ist genau die Reaktion des Immunsystems, die wir uns erhofft haben.
Prof. Andrew Pollard, Direktor der Impfstoff-Forschungsgruppe der University of Oxford

Aber es müsse ein weiterer Schritt gemacht werden, "in der dritten und letzten Phase der Entwicklung. Beweisen, dass das Vakzin den Menschen wirklich hilft. Denn momentan ist noch unklar, wie stark die Immunreaktion sein muss, um wirklich geschützt zu sein", so Pollard.

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Weitere Forschung ist nötig, und schon im Gange. In Großbritannien testen Tausende gerade den Impfstoff. Ebenso in Brasilien und Südafrika, beides aktuell Corona-Hotspots.

Worum geht es nun?

Bislang wurde der Wirkstoff nur kerngesunden Menschen zwischen 18 und 55 verabreicht. Nun geht es darum, zu testen, wie Menschen mit Vorerkrankungen, Ältere oder Kinder reagieren. Und wie lange Antikörper nachweisbar sind.

Wann ist es soweit?

Wenn alles gut geht, könnte es nur noch Monate dauern. Vor allem wird sich erst im Alltag zeigen, ob Geimpfte wirklich kein Corona bekommen. Deshalb sind die Tests in Brasilien und Südafrika so bedeutend. Und: ein komplettes Scheitern ist zu keiner Zeit ausgeschlossen.

Was macht der Rest der Welt?

Auch die schläft nicht. Mindestens 23 ernst zu nehmende Impfstoff-Projekte gibt es aktuell. Und viele vermelden ähnlich weit zu sein und ähnliche Erfolge zu erzielen wie Oxford. Allerdings bislang mit weniger Probanden und noch nicht soweit fortgeschritten was die dritte Entwicklungsphase angeht.

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"Allerdings ist das hier kein Wettrennen", erklärt Andrew Preston, Virologe an der Universität Bath. "Wir werden wohl Impfstoffe für Menschen mit geschwächtem Immunsystem haben. Für Ältere. Oder für die, die schon Symptome zeigen oder es schon gehabt haben. Die Vielzahl von Optionen ist ein Segen für die Welt."

Dass es alles überhaupt so schnell geht, ergänzt Preston, sei einem Urknall in der Impfstoff-Entwicklung nach 2014 geschuldet. Ein Ebola-Ausbruch, der die Welt bedrohte, hat viele Initiativen hervorgebracht. Die neue, innovative Methoden entwickelt haben. Davon profitiere die Welt nun.

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