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Corona-Impfstoff bis Ende 2020 erwartet

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Paul-Ehrlich-Institut - Corona-Impfstoff bis Ende 2020 erwartet

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Das Paul-Ehrlich-Institut erwartet im Herbst erste Schritte zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs. Bis zum Durchbruch müsse weiter an Therapien geforscht werden.

Eine Labormitarbeiterin begutachtet ein medizinisches Behältnis mit einem Corona-Test in einem Labor in Wien.
Optimismus im Kampf gegen das Coronavirus: Forscher rechnen bald mit einem Impfstoff.
Quelle: dpa

Der Präsident des für die Zulassung von Medikamenten zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres konkret über die Zulassung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus gesprochen werden könne.

Noch weitere Tests nötig

"Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland drei weitere klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten geben wird", sagt Cichutek in einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen".

Ein Computermodell des Coronavirus

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Ab Herbst könne es bereits Prüfungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit des Impfstoffes geben. "Wenn all diese klinischen Prüfungen positiv ausfallen, unterhalten wir uns gegen Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres darüber, wie man in Richtung einer Zulassung kommt."

In der Zwischenzeit benötige man andere Maßnahmen, um die Pandemie zu unterdrücken und könnte weitere Therapien überprüfen, sagt Cichutek.

Sehen Sie hier ein Interview mit Klaus Chichutek:

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die ersten klinischen Prüfungen positiv ausfallen", sagt der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, über die Entwicklung eines Corona-Impfstoffes.

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Blutplasma gegen das Coronavirus

Als Beispiel nennt der Biochemiker die Behandlung mit dem Blutplasma genesener Covid-19-Patienten, die Antikörper gegen das Virus enthielten. Cichutek ist optimistisch, dass grundsätzlich ein Impfstoff gegen das Sars-2-Virus entwickelt werden könne. "Wir kennen schon das Antigen, also den gefährlichen Erregerbestandteil, mit dem das Coronavirus in die Zellen eindringt." Weiter betont Cichutek:

Wir wissen aus Tiermodelldaten, dass gegen Sars-Cov-2 grundsätzlich geschützt werden kann.
Klaus Cichutek, Paul-Ehrlich-Institut

Indes will der französische Arzneimittelhersteller Sanofi den Zugang zu einem potenziellen Coronavirus-Impfstoff in Europa beschleunigen. Das Unternehmen erklärte, es führe derzeit Gespräche mit der EU sowie der französischen und deutschen Regierung, um die regionale Entwicklung eines Impfstoffs voranzutreiben.

Forscher aus aller Welt suchen fieberhaft nach einem Impfstoff :

Ohne Impfstoff gegen das Coronavirus ist eine Rückkehr zur Normalität derzeit kaum denkbar. Forscherteams aus aller Welt arbeiten unter Hochdruck daran - und könnten schon sehr viel weiter sein.

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"Wir sind sehr ermutigt, die Mobilisierung der EU-Kommission in den letzten Wochen zu sehen und Maßnahmen zu prüfen, die sowohl die Entwicklung von Impfstoffen als auch den Zugang für die europäische Bevölkerung beschleunigen könnten", hieß es in einer Mitteilung.

Genesene besitzen ein wertvolles Heilmittel gegen das Virus: Antikörper. Eine Plasmaspende kann wohl den Krankheitsverlauf deutlich mildern.

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Die USA erhalten Priorität beim Impfstoff

Der Pharmakonzern arbeitet derzeit gemeinsam mit dem britischen Rivalen GlaxoSmithKline (GSK) an einem Impfstoff. Das Projekt wird vom US-Gesundheitsministerium finanziell gefördert. Sanofi-Chef Paul Hudson erklärte in einem Interview mit Bloomberg News:

Die US-Regierung hat das Recht auf die größte Vorbestellung, weil sie das Risiko mitträgt.
Sanofi-Chef Paul Hudson

Laut Bloomberg sagte Hudson, dass die Vereinigten Staaten erwarten würden, die erste Lieferung des Impfstoffs zu erhalten.

Japan startet im Sommer klinische Studie

Der japanische Arzneimittelhersteller Takeda könnte bereits im Juli eine klinische Studie für eine Behandlungsmethode von COVID-19 auf Basis von Antikörpern beginnen. Die Tests würden nach Unternehmensangaben Hunderte von Patienten umfassen und mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Im Erfolgsfall könnte die Therapie noch in diesem Jahr der US-Zulassungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden, sagte Julie Kim, Präsidentin der Therapieeinheit von Takeda.

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