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Patienten auf Intensivstationen - "Schauen mit Sorge auf die nächsten Wochen"

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Noch sind Intensivbetten frei - trotzdem warnt Infektiologin Susanne Herold vor einem weiteren Anstieg der Neuinfektionen. Denn dann könnte auch das Personal knapp werden.

850 Patienten mit Covid-19 seien momentan auf Intensivstationen in Deutschland, sagt Infektiologin Susanne Herold vom Uniklinikum Gießen im ZDF-Morgenmagazin. "Im Moment ist das noch kein Problem, wir sind noch nicht nervös". [Wie Susanne Herold zu den Schul- und Kitaschließungen im Berchtesgadener Land steht, sehen Sie oben im Interview.]

Anstieg der Neuinfektionen bremsen

Dennoch schaue sie mit Sorge auf die nächsten Wochen. "Wenn wir es jetzt nicht schaffen, das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen zu bremsen, könnte es sein, dass es noch schwierig für uns wird", warnt sie.

Entscheidend sei dabei nicht nur die Anzahl freier Intensivbetten und Beatmungsgeräte. Vor allem gehe es um das hoch geschulte Personal, das bei der Betreuung von Intensivpatienten nötig sei.

Man wolle auch verhindern, dass wieder wie im Frühjahr nicht dringend nötige Operationen abgesagt werden. "Das ist nicht gut für unser Gesundheitssystem."

Herold: Wird sich jetzt zeigen, wie solidarisch wir sind

Um die Kurve der Neuinfektionen wieder abzuflachen, käme es auf jeden Einzelnen an. Jeder müsse in seinem Umfeld die Maßnahmen umsetzen - die AHA-Regeln, das Lüften, die Corona-Warn-App. "Es wird sich jetzt zeigen, wie solidarisch unsere Gesellschaft ist".

Sperrstunde und Alkoholverbot könnten dabei nur eine flankierende Maßnahme sein - jeder Einzelne müsse entscheiden, ob eine Feier wirklich sein muss oder nicht.

Infektiologin erwartet keinen landesweiten Lockdown

Die Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land findet die Infektiologin richtig. "In Regionen, wo es zu vielen Coronavirus-Ausbrüchen kommt, müssen wir dazu kommen, dass sich die Ausbreitung verlangsamt."

Sie denkt nicht, dass es nochmal einen deutschlandweiten Lockdown geben wird. "Wir werden uns wahrscheinlich eher regional an den Fallzahlen orientieren, das halte ich für ein gutes Vorgehen."

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