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Corona-Regeln in der Türkei - Istanbul - die schlafende Schöne

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Wegen einer Ausgangssperre ist Istanbul an den Wochenenden fast völlig verstummt. Viele Menschen vermissen das pulsierende Leben der Millionenstadt.

Attraktionen wie die Hagia Sophia oder die Bosporus-Brücken liegen derzeit in unwirklicher Stille dar. An den Wochenenden gilt eine komplette Ausgangssperre. Sevket Sahintas, Fotograf und Taxifahrer, hält die besondere Stimmung in der Stadt fest.

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Ausgangssperre an den Wochenenden in der 17-Millionen-Metropole am Bosporus. "Die Stadt wirkt total verlassen, findet Ihr nicht?" fragt Şevket Şahintaş, der Taxifahrer. "Es sieht aus, als ob alle Menschen aus der Stadt geflohen wären." Seit 35 Jahren macht Şevket diesen Job. Aber so hat er Istanbul noch nie gesehen.

Weil die Infektionszahlen immer weiter ansteigen, verbietet die türkische Regierung den Menschen in 31 Städten und Ballungsgebieten an den Wochenenden auf die Straße zu gehen. Nur an den Wochenenden, aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines totalen Lockdowns.

Erfahren Sie in diesem Beitrag, wie die Bevölkerung auf die Ausgangssperren in türkischen Städten reagierte:

Am späten Freitagabend hat die türkische Regierung größere Ausgehverbote für das Wochenende verkündet. Es kam zu spontanen Panikkäufen.

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Erdogan verweigerte Istanbul umfangreichere Maßnahmen

Ekrem Imamoglu, der Bürgermeister Istanbuls, hätte seine Stadt gerne zwei bis drei Wochen komplett unter Quarantäne gestellt. Doch der Präsident verweigerte ihm diese Maßnahme. Imamoglu musste sich fügen. Auch, wenn Istanbul nur an den Wochenenden schläft, ist der Bürgermeister dennoch beeindruckt: "Eine Stadt, die sonst 24 Stunden lang auf den Beinen ist, so zu sehen, ist einfach unbeschreiblich.“

Ein Computermodell des Coronavirus

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Istanbul ist die pulsierende Metropole auf zwei Kontinenten, Bindeglied zwischen europäischer und orientalischer Kultur. Ein Zentrum für Kreative, Inspiration für Dichter und Musiker. Doch die Corona-Pandemie hat die Schöne am Bosporus in einen unwirklichen Schlaf gelegt. In der Dedeman-Moschee im Stadtteil Sariyer steht am Sonntag Imam Abdulsamet Çakır allein im riesigen Gebetsraum und ruft das Mittagsgebet ins Mikrofon.

Sehen Sie in diesem Beitrag, wie rasant sich die Pandemie in der Türkei ausbreitet:

In der Türkei werden immer mehr Coronavirus-Fälle bekannt. Laut Johns-Hopkins-Universität verdoppelt sich die Zahl der Infektionen dort so schnell wie kaum in einem anderen Land.

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Gemeinschaftsgebete sind verboten

"Wir glauben daran, dass wir auch diese göttliche Prüfung überstehen werden", meint er, "wir müssen nur Geduld haben und uns an die Richtlinien halten, die der Staat in dieser Zeit erlässt." Er trägt es mit Fassung, dass er seine Gemeindemitglieder kaum noch sehen kann, dass Gemeinschaftsgebete wegen der hohen Infektionsgefahr verboten wurden.

Taksim-Platz, Hagia Sophia, Blaue Moschee oder der Topkapi-Palast sind menschenleer. Es habe auch etwas Schönes, meint Bürgermeister Imamoglu, etwas Beruhigendes und Friedliches. Für andere aber hat es auch etwas Angsteinflößendes, und für viele ist es schlicht existenzbedrohend. Istanbul lebt auch vom Tourismus. Tausende von Arbeitsplätzen sind jetzt bereits verloren.

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die politischen Konsequenzen, die auf die Ausgangssperre in der Türkei folgten:

Der türkische Innenminister Soylu hat nach der kurzfristigen Verkündung einer Ausgangssperre seinen Rücktritt eingereicht. Doch Präsident Erdogan nimmt das Gesuch nicht an.

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Bewohnern fehlt das lebendige Istanbul

Ismail Özcan steuert seine Fähre über den Bosporus. Manchmal fahre er ohne einen einzigen Gast, sagt er. Lange könne das auch seine städtische Fährgesellschaft nicht mehr verkraften. "Ich vermisse die Menschen", sagt Özcan, "ich vermisse das lebendige Istanbul." Und so warten sie alle auf den Tag, an dem das Leben zurückkehrt und die Schöne am Bosporus aufwacht und wieder tanzt.

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