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Wie Corona die Klima-Debatte verändert

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#wasmichamklimastreitnervt - Wie Corona die Klima-Debatte verändert

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Was sollte in der Klimadebatte anders laufen? Über die sozialen Netzwerke hat das ZDF im Februar User gefragt. Dann kam das Coronavirus.

Eine Radfahrer in der fast leeren Innenstadt von Glasgow.
Radfahrer in der leeren Innenstadt von Glasgow (Archivbild): Die Erde fragt das Virus: Wie machst du das, dass man auf dich hört?
Quelle: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Corona ist derzeit das alles beherrschende Thema. Wir sind im Krisenmodus. Doch noch vor zwei Monaten war eine andere Krise allgegenwärtig: Die Klimakrise und die Frage, wie wir mit ihr umgehen sollen. Die Frage spaltete die Gesellschaft.

"Was nervt Sie am Klimastreit?", wollte ZDF-Moderator Jochen Breyer für die Doku-Reihe "Am Puls Deutschlands" wissen, und rief über das ZDF und die sozialen Medien auf. Unter dem Hashtag #wasmichamklimastreitnervt meldeten sich Tausende.

Sehen Sie hier die ganze Doku:

Was nervt Sie am Klimastreit? Und verändert die Corona-Krise die Klimadebatte? Jochen Breyer will das wissen und trifft Menschen mit unterschiedlichen Meinungen.

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29 min
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Die unterschiedlichsten Stimmen meldeten sich zu Wort:

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Die aktuellsten Kommentare und Tweets finden Sie hier.

Die Pandemie hilft dem Klima, oder?

Einige der Menschen besuchte Jochen Breyer, doch dann änderte das Coronavirus alles: Das öffentliche Leben steht nun weitgehend still. Die Gesellschaft trifft das stark, dem Klima hilft es eher.

„O’zapft is!“ fällt in diesem Jahr aus! Das Oktoberfest in München muss eine Corona-Zwangspause einlegen. Das Ansteckungsrisiko in den Bierzelten sei zu hoch und Abstandregeln könnten nur schwer eingehalten werden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Es gibt kaum mehr Flüge, weniger Autoverkehr, weniger Fabriken sind in Betrieb. Allein in China gibt es durch das Coronavirus 25 Prozent weniger CO2-Ausstoß.

Und die Pandemie hat auch die Klimadebatte verändert, das zeigen viele Mails zu unserem Aufruf (aus Datenschutzgründen nennen wir hier nur die Vornamen der Absender):

Die Erde fragt das Corona Virus: Wie machst du das, dass die Menschen deinetwegen ihre Gewohnheiten so schnell ändern und bei mir und meinem Klimaproblem tun sie nichts?“
Dean
In meiner Wahrnehmung ist am Klimastreit, wie jetzt in der Coronakrise, nur die überzogene Berichterstattung mit unzähligen 'Experten' nervig. Jeder weiß etwas und der Nächste weiß es besser
Alexander

"Fridays for Future"-Aktivist: Auch in Klimakrise auf Experten hören

Jaromir Schmidt findet es gut, dass in der Corona-Krise auf Experten gehört wird. Er lebt in Berlin, geht in die 12. Klasse und ist bei "Fridays for Future"aktiv. "Es wird dauerhaft auf Personen wie Drosten gehört", lobt er per Skype. "Er hat einen eigenen Podcast, und er ist der persönliche Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Genau da müssen wir bei der Klimakrise auch hinkommen."

Screenshot: Jochen Breyer skypet mit  Jaromir Schmidt
Jochen Breyer trifft Jaromir Schmidt per Videochat
Quelle: ZDF

Doch der Krisenmodus bedeutet gerade weltweit Stillstand, mit dramatischen Folgen für jeden einzelnen. Deshalb wollen nicht alle in den Klima-Krisenmodus umschalten, wie aus dieser Mail hervorgeht:

Es nervt mich, dass fast nur naive Jugendliche und linke und grüne Spinner zu Wort kommen, denen es nur darum geht, Deutschland zu zerlegen.

Die Mail stammt von Volker Sämann. Der 71-jährige war früher Banker. Im Videochat will er mit dem "Fridays for Future"-Aktivisten diskutieren.

Streitgespräch per Skype: "Leben von vielen Menschen bedroht"

"Ich finde das etwas zu vermessen, Deutschland diese enorme Rolle zuzumuten", sagt der 71-jährige Sämann mit Blick auf die Energiewende. "Wir haben ja den Anfang gemacht. Abschaltung der Atomkraftwerke, die Kohlekraftwerke in NRW werden abgeschaltet bis 2038."

Screenshot: Jochen Breyer skypet mit Volker Sämann Jaromir Schmidt
Jochen Breyer mit Volker Sämann und Jaromir Schmidt
Quelle: ZDF

"Das ist zu spät", hält Jaromir Schmidt dagegen: "Bis 2030 müssen wir alle Kohlekraftwerke abgeschaltet haben. Wenn wir das nicht tun, dann ist das Leben von ganz vielen Menschen - zum Beispiel meiner Generation - extrem bedroht."

Was können wir aus der Corona-Krise für die Klimakrise lernen?

Vor zwei Monaten hatte Jochen Breyer noch in München gemeinsam mit Familie Staub vegan gekocht. Zwei Wochen später wurde der Vater positiv auf das Corona-Virus getestet. Die ganze Familie musste in häusliche Quarantäne.

Screenshot: Jochen Breyer beim Abendessen mit Familie Staub
Jochen Breyer beim Abendessen mit Familie Staub
Quelle: ZDF

Was hat die Familie aus der Corona-Krise gelernt? "Wir hoffen, dass durch den Bruch manche Sachen nicht einfach so fortgeführt werden können wie davor, sondern vielleicht klimafreundlicher", sagt Claire Staub, die 15-jährige Tochter.

Nach einem Skiurlaub in Ischgl im Februar erkrankte Christian Hessler am Coronavirus. Es folgte eine Phase der Ungewissheit, doch seine Frau und die Kinder haben sich nicht infiziert. Nun hat er die Krankheit nach langer Quarantäne überstanden.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Auch sie ist "Fridays for Future"-Fan und Umweltbeauftragte ihrer Klasse. Sie ist optimistisch, dass wir aus dieser Krise fürs Klima lernen können: "Dass ganz Deutschland zu Hause bleibt, um gefährdete Leute zu schützen: Ich finde, das zeigt, dass Deutschland zusammenarbeiten kann an so einer Krise."

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