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Krankenhäuser warnen - Corona: Intensivpatienten bald auf Rekordhoch

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Krankenhäuser rechnen mit einem Rekordhoch an Intensivpatienten in Deutschland in der Corona-Pandemie. Die Pflege fordert, planbare Operationen zu verschieben.

Pflegepersonal auf einer Intensivstation mit Covid-19-Patienten in Berlin
Insbesondere in den großen Städten, wie hier in Berlin steigen die Zahlen der stationär zu behandelnden Menschen stark an.
Quelle: Reuters

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in Deutschland während der Corona-Pandemie. Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, forderte, planbare Operationen zu verschieben.

"In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen - und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert", sagte Gaß der "Bild"-Zeitung.

Intensivmedizin an Kapazitätsgrenzen

Zudem kündigte er an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. "Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen."

Geräte zur Verfügung zu stellen reiche nicht, "hinter den Beatmungsgeräten benötigt man auch Pflegekräfte", so Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung.

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6 min
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Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, erklärt in der "Bild am Sonntag", es sei in einigen Bundesländern nicht mehr viel Spielraum:

Berlin hat nur noch 14 Prozent freie Intensivbetten, Bremen 17 Prozent.
Uwe Janssens, Präsident Intensiv- und Notfallmedizin

Im Frühjahr sei die Situation viel weniger dramatisch gewesen als das, was jetzt auf uns zukommt, warnt Janssens.

Westerfellhaus: Planbare OPs verschieben

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, forderte, planbare Operationen zu verschieben. "Viele Intensivpfleger arbeiten schon heute am Limit, und zu Recht warnen sie vor einer Verschlimmerung", sagte er der "Bild"-Zeitung":

Ein Maßnahmenbündel wird eine Katastrophe verhindern - zum Beispiel planbare Operationen je nach Situation vor Ort zu verschieben.
Andreas Westerfellhaus, Bundes-Pflegebevollmächtigter

SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas lastete unterdessen Gesundheitsminister Jens Spahn an, Fachpersonal im Gesundheitsbereich und Risikogruppen nicht ausreichend zu schützen. "Die angekündigte Teststrategie kommt leider zu spät", sagte sie der "Welt". Mit steigenden Infektionszahlen fielen nun vermutlich zunehmend auch Beschäftigte im Gesundheitswesen aus.

Man sieht verschiedene Menschengruppen, also Cluster, die mit dem Corona-Virus (symbolisch) infiziert sind.

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