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Lockerungen im Kulturbetrieb - Berliner Museen öffnen, aber anders

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Der Kulturbetrieb hat lange unter den Folgen der Corona-Krise gelitten, auch die Berliner Museen. Jetzt öffnen sie wieder - aber wie früher ist es noch nicht.

Alte Nationalgalerie Berlin
Auch die Alte Nationalgalerie in Berlin erwartet wieder Besucher.
Quelle: dpa

Abschließen geht schnell, aufmachen dauert: Abstand, Hygiene, Maskenpflicht - das Team vom Naturkundemuseum Berlin hat lange überlegt, wie das Staunen unterm Dino-Skelett wieder möglich sein könnte.

Da wo sich vor der Corona-Krise bis zu 12.000 Besucher pro Tag drängelten, herrschte wochenlang Stille. Die aktuelle Lösung heißt nun: Jeder Besucher hat 15 Quadratmeter, mit maximal 600 Besuchern pro Tag in zwei Schichten soll das klappen. Es wird Bodenmarkierungen geben und viel mehr Personal, das sich um die Einhaltung der Regeln kümmert. Kommen sollen Familien, kleine Gruppen, die ihre Maske aber auch Snacks und Getränke selber mitbringen müssen.

Tickets gibt es nur online

Direktor Johannes Vogel weiß, dass nicht jeder einen Internetanschluss hat, trotzdem gibt es Tickets nur online. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher steht derzeit im Vordergrund. Highlights wie die Saurier, alle Tierpräparationen, zum Beispiel mit Eisbär Knut, oder die spektakulären Nass-Sammlungen mit meterhohen Glasvitrinen sind im Rundgang zu erleben. Interaktive Ausstellungselemente sind jedoch tabu, denn nichts darf angefasst werden.

Trotzdem glaubt Direktor Vogel, dass sich ein Besuch lohnt. Gerade ein Naturkundemuseum sei eine wichtige Institution in der aktuellen Krise, so Vogel.

Welche Herausforderungen der Direktor für den Museumsbetrieb sieht, im Video:

Der Naturforscher Alexander von  Humboldt betonte immer wieder, das alles mit allem zusammenhängt. Der Spruch "Was interessiert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt" hat nun doch eine andere Bedeutung bekommen.

Naturkundemuseum soll neues Verhältnis zwischen Menschen und Natur schaffen

Das Naturkundemuseum erhielt gerade 600 Millionen Euro vom Bund und dem Land Berlin für den Bau eines Wissenschafts-Campus. Professor Vogel hofft, dass damit bald auch von hier aus mehr Wissen um die Gesetze der Natur in die breite Bevölkerung getragen wird. Dieser Ort müsse versuchen, eine neue und nachhaltige Beziehung zwischen Mensch und Natur aufzubauen. 

Im Video: Die Folgen der Corona-Krise für Kulturschaffende

Kulturschaffende trifft die Corona-Krise schwer.

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3 min
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Auch die Staatlichen Museen mit den größten Kunsttempeln Berlins öffnen in dieser Woche wieder - von den insgesamt 19 Einrichtungen sind es allerdings nur vier: die Gemäldegalerie am Kulturforum, das Alte Museum, die Nationalgalerie und das nur zu Teilen zugängliche Pergamonmuseum. Obwohl es vor Ort Tickets gibt: Niemand will hier Schlangen vor den Kassen. Zeitfenster-Tickets werden bislang nicht angeboten.

Besucher aus aller Welt fehlen

Vor allem bei den privaten Museen und Galerien, die von den Einnahmen leben müssen, werden wieder Besucher herbei gesehnt. Viele haben bereits geöffnet, Besucherleitsysteme und online-Service eingeführt. Ob das lokale Kulturinteresse ausreichen wird, um die ausbleibenden Touristen aus aller Welt zu ersetzen, ist aber fraglich.

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von M. Hörz, R. Meyer, M. Zajonz

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