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Neue Ausgangsbeschränkungen - Frankreich: Macron kündigt neuen Lockdown an

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Angesichts steigender Fallzahlen kehrt Frankreich zu einem Lockdown zurück. Macron kündigte neue Einschränkungen ab Freitag an, die bis Dezember gelten sollen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Archivbild
Mit Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land verschräft Frankreichs Präsident Macron die Corona-Maßnahmnen.
Quelle: Thibault Camus/AP/dpa/Archivbild

Wegen der massiv gestiegenen Corona-Infektionszahlen geht Frankreich ab Freitag in einen neuen landesweiten Lockdown.

Er soll vorerst bis zum 1. Dezember gelten, wie Präsident Emmanuel Macron am Mittwochabend in einer Fernsehansprache ankündigte.

Schulen in Frankreich sollen offen bleiben

Allgemein müssen die Menschen zu Hause bleiben, außer um notwendige Einkäufe zu tätigen oder zum Arzt zu gehen. Wenn irgendwie möglich, soll auch von zu Hause gearbeitet werden.

Im Gegensatz zum Lockdown im März sollen dieses Mal die meisten Schulen offen bleiben. "Das Virus breitet sich mit einer Geschwindigkeit aus, die nicht einmal die pessimistischsten Prognosen vorhergesagt haben", sagt Macron.

Frankreich ist besonders schlimm von der Corona-Pandemie betroffen: Das Gesundheitsministerium meldete mehr als 41.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages.

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Frankreich befinde sich dabei in derselben Situation wie die Nachbarländer: "Überrannt von einer zweiten Welle, von der wir wissen, dass sie härter, tödlicher sein wird als die erste."

Dramatische Erhöhung der Corona-Zahlen

Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre für rund zwei Drittel der Einwohner, also rund 46 Millionen Menschen. Die Corona-Lage verschlechtert sich in dem Land seit Wochen dramatisch. Zuletzt wurden innerhalb von 24 Stunden über 33.400 Neuinfektionen gezählt. Die Anzahl der mit dem Coronavirus in Verbindung gebrachten Todesfälle stieg deutlich - am Dienstagabend meldeten die Behörden 523.

Damit wurde wieder das hohe Niveau vom April erreicht. Die Gesamtzahl der Toten liegt nun bei über 35.500. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte, auf den Intensivstationen der Krankenhäuser drohe in zwei Wochen eine ähnliche Lage wie beim Höhepunkt der ersten Epidemie-Welle im Frühjahr.

Damals zählten die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich zu den strengsten in Europa, Schulen waren geschlossen. Bürger mussten damals Bescheinigungen vorweisen, wenn sie auf der Straße kontrolliert wurden.

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