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Neue Corona-Infektionen in Wuhan - Millionen von Tests in Rekordzeit geplant

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Die chinesische Stadt Wuhan will chinesischen Medienberichten zufolge sämtliche ihrer elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen.

Menschen in Wuhan werden auf Corona getestet.
In Wuhan sollen Massentests auf das Coronavirus stattfinden.
Quelle: reuters

Die Behörden von Wuhan ordneten an, alle elf Millionen Einwohner auf das Coronavirus testen zu lassen. Das berichteten mehrere chinesische Medien. Die Stadtbezirke hätten zehn Tage Zeit dafür bekommen, hieß es am Mittwoch aus dem Bürgermeisterbüro.

Corona-Neuinfektionen: Behörden reagieren mit Massentests

Die Wuhaner Bezirksbehörden für Gesundheitsfragen und Nachbarschaftsgremien müssten einen Plan ausarbeiten, alle Einwohner in ihren Einzugsbereichen zu testen, berichteten örtliche Medien. Laut der Anordnung soll der Schwerpunkt der Tests auf der älteren Bevölkerung liegen und ebenso auf eng bewohnten Vierteln und Gegenden, in denen Menschen sehr mobil sind.

Auf einem Wildtiermarkt in Wuhan soll das Coronavirus vom Tier auf den Menschen übergegangen sein. Solche Märkte hat China inzwischen verboten. Die Stadt Shenzen geht jetzt noch weiter.

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Die Behörden entschieden sich offenbar zu der Maßnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet sechs neue Infektionen festgestellt wurden. Davor hätte es längere Zeit keine Erkrankungen in der Stadt gegeben.  

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Krankenhäuser Ende Januar und im Februar völlig überfordert waren. Wuhan war die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war. Die rund zwei Monate dauernde Ausgangssperre wurde erst vor rund einem Monat aufgehoben.

Wuhan beklagte die meisten Toten in China

Von den mehr als 80.000 offiziell gemeldeten Infektionen in China gab es 50.000 allein in der Metropole. Ähnlich waren von den landesweit mehr als 3.300 aufgeführten Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 mehr als 2.500 in Wuhan zu beklagen. Es wurde aber davon ausgegangen, dass bei weitem nicht alle Fälle in der offiziellen Statistik mitgezählt wurden.

Nach dem Ende Lockdowns im April hatte ZDF-Korrespondent Ulf Röller Wuhan besucht.

Wuhan gilt als der Ausgangspunkt für die Corona-Krise. Nun ist die Stadt wieder offen, aber Normalität ist weit weg. Überall gibt es Kontrollen.

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China kämpft noch mit lokalen Ausbruchsherden

China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle, kämpft jedoch mit lokalen Ausbruchsherden.

Eine zweistellige Zahl neuer Infektionen wurde so kürzlich auch aus der nordostchinesischen Provinz Jilin gemeldet. Die gut vier Millionen Einwohner von Jilin im Nordosten des Landes dürfen die Stadt nur verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können und sich in Quarantäne begeben, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Die Bus- und Zugverbindungen sind ausgesetzt, auch Kinos und Fitnessstudios mussten schließen.

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