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Was Maske tragen, Händewaschen, Lüften bringt

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Maßnahmen gegen Corona-Infektion - Was Maske tragen, Händewaschen, Lüften bringt

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Seit gut sechs Monaten leben wir mit dem Coronavirus - seitdem gab es immer neue Erkenntnisse. Wie wichtig ist Händewaschen? Ist die Maske nötig? Ein aktueller Überblick.

Archiv: Selbstgenähte Masken für Mund und Nase in großer Auswahl und verschieden Farben werden in einem Geschäft in Charlottenburg angeboten
Die tatsächliche Wirkung des Mund-Nasen-Schutzes ist nicht unumstritten. Doch auch das Robert-Koch-Insitut empfiehlt das Tragen zum Infektionsschutz.
Quelle: picture alliance/dpa

Maske tragen

Obwohl es heute in allen Bundesländern eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften gibt, gehörte dieses Thema zu den umstrittensten bei der Vorbeugung gegen SARS-CoV-2-Infektionen. Dies betrifft vor allem die Frage, welche Schutzwirkung von einfachen Mund-Nase-Bedeckungen ausgeht, die nach anfänglichem Zögern auch vom Robert-Koch-Institut (RKI) für den Alltag empfohlen werden.

Die Corona-Fälle steigen an. Das liege nicht nur an Reiserückkehrern, sondern auch an lokalen Ausbrüchen, so Gesundheitsminister Spahn. Veranstaltungsverbote schloss er nicht aus.

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist darauf hin, dass sich Träger solcher Masken nicht darauf verlassen können, "dass diese sie oder andere vor einer Übertragung von SARS-CoV-2 schützen, da für diese Masken keine entsprechende Schutzwirkung nachgewiesen wurde".

Entsprechend spricht das RKI auch von einem "zusätzlichen Baustein", um die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu reduzieren. Der Sprecher der Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Peter Walger, sagte dagegen gegenüber ZDFheute:

Die Masken sind ein Kernelement des Infektionsschutzes gegenüber Krankheitserregern wie SARS-CoV-2, die die Atemwege betreffen. Dabei hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Alltagsmasken bzw. der Mund-Nasen-Schutz auch den Träger effektiv vor Infektionen schützen.
Peter Walger, Sprecher der Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Fazit: Maske tragen hilft und ist teils vorgeschrieben.

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Abstand halten

Unstrittig ist die Schlüsselrolle des Abstandsgebotes beim Schutz vor Corona-Infektionen. Das Risiko einer Übertragung durch Tröpfchen ist bei einem Face-to-Face-Kontakt über einen längeren Zeitraum gegeben. Die weltweiten Abstandsempfehlungen reichen von einem bis zwei Metern. Bei uns gilt die Spanne beider Armlängen als angemessen, also etwa 1,5 Meter.

Die Kombination von Maske plus Abstand bildet einen sicheren Schutz.
Peter Walger, Sprecher der Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Fazit: auf jeden Fall Abstand halten, ist auch vorgeschrieben.

Händewaschen

Die Infektionsgefahr durch Übertragung von Viren über die Hände, die kontaminierte Flächen berühren und anschließend im Gesicht landen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, liegt aber unterhalb der Bedeutung von Tröpfcheninfektionen durch die Luft.

Nichtdestotrotz gehört das Händewaschen zu den am meisten empfohlenen Vorbeugungsmaßnahmen, da es vor einer Vielzahl von Keimen schützt. Dabei kommt es allerdings auf das "richtige Händewaschen an" - mindestens zwanzig Sekunden mit ausreichend Seife und Einbeziehung von Handrücken, Daumen und Fingerspitzen.

Fazit: besser Hände waschen.

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Oberflächen desinfizieren

Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen schließt das RKI insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von infektiösen Personen nicht aus, da unter Laborbedingungen nachgewiesen wurde, dass Flächen einige Zeit infektiös bleiben können.

Die "Heinsberg-Studie", die zusammen mit Hygienikern der Uniklinik Bonn erarbeitet wurde, ergab allerdings, dass die Schmierinfektion durch die Berührung von Gegenständen eine untergeordnete Rolle bei der Verbreitung spielt. Das RKI empfiehlt keine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen. Hier sei die angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl.

Fazit: Oberflächen desinfizieren ist nicht unbedingt notwendig.

Lüften

Mit den gewachsenen Erkenntnissen über die Bedeutung der Aerosole wurde auch das Lüften zunehmend als wichtige Infektions-Schutzmaßnahme herausgestellt. Diese feinsten luftgetragenen Flüssigkeitspartikel können über einen längeren Zeitraum und einen größeren Abstand als 1,5 Meter durch die Luft schweben, so dass eine Übertragung von SARS-CoV-2 in bestimmten Situationen möglich erscheint.

Einige Experten wie Peter Walger weisen zwar darauf hin, dass die Viren-Menge entscheidend ist, die beim Empfänger ankommt. Unstrittig ist, dass diese Menge in geschlossenen Räumen durch regelmäßiges Lüften verringert werden kann. Die Gesellschaften für Krankenhaushygiene sowie der Kinder- und Jugendärzte empfehlen regelmäßiges Lüften am Ende jeder Schulstunde bzw. stündlich in Kitas.

Fazit: besser lüften.

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