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Fit für den "Corona"-Marathon - Corona-Einschränkungen: So halten Sie durch

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Kontakteinschränkungen, Kita-Schließungen, Existenzsorgen: Der Kampf gegen das Coronavirus wird uns noch lange viel abverlangen: Tipps, wie Sie diese Zeit durchhalten.

Spaziergängerin mit Mundschutz
Zufrieden trotz Mundschutz: Tipps zum Durchhalten der Corona-Regeln.
Quelle: imago

Wer hat nicht gehofft, dass der "Corona-Spuk" nach Ostern vorbei sei? Aber ein Ende der Ausnahmesituation ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Viele "Corona-Regeln" müssen wir wohl noch lange befolgen. Wie halten wir das durch? ZDFheute fasst Experten-Ratschläge zusammen.

Die Situation akzeptieren

Die Corona-Krise macht das Leben für viele Menschen stressiger, schlafloser, sorgenvoller. Das spürt auch Rainer Greifeneder als Familienvater so. Gleichzeitig versucht der Professor für Sozialpsychologie von der Universität Basel, eine positive Grundeinstellung zu bewahren.

Die aktuellen Corona-Verhaltensregeln betrachtet er als "vorübergehende Notwendigkeit, die wir besser durchhalten können, wenn wir auf das schauen, was jetzt gut oder vielleicht besser ist" als zuvor. Etwa: mehr Zeit mit den Kindern verbringen zu können.

Im Video: Positive Zwischenbilanz der ersten Corona-Maßnahmen

Warnung vor zu viel Grübelei und "negativen Gefühlen"

Wer dagegen ständig über das "alte, freie Leben" grübele, belaste sich unnötig stark. "Die aktuelle Situation ist wie sie ist - wenn wir das akzeptieren, geht es uns damit psychologisch besser und es fällt uns leichter, die Verhaltensregeln in der neuen Situation zu befolgen", rät Greifeneder.

Michael Broda, Mitherausgeber der Fachzeitschrift "Psychotherapie im Dialog", rät dringend, sich vor "grenzenlosen negativen Gefühlen zu schützen". Er empfiehlt deshalb: "Nehmen Sie sich Zeit für Dinge, die Ihnen gut tun - ein Buch, Musik, achtsames Wahrnehmen ihrer Umwelt, ein Hobby, das Sie vernachlässigt haben, Sport und Bewegung."

Hilfe suchen

Mit "großer Sorge" betrachten Psychologen indes die "dramatischen Anstiege" von Notrufen aufgrund von häuslicher Gewalt und anderer sozialer Notlagen. Sollten Sie Hilfe benötigen: ZDFheute hat eine Übersicht professioneller Hilfsangebote erstellt.

Wer unter häuslichem Streit oder aber Einsamkeit leide und Trost brauche, sollte auch die soziale Nähe zu wenigen anderen Vertrauenspersonen suchen dürfen, sagt Greifeneder. Denn: "Kontakt zu anderen Menschen, der soziale Austausch, gemeinsam reden und gemeinsam lachen, sind zentrale menschliche Grundbedürfnisse. Vereinsamung, gefühlt oder real, kann dramatische Folgen haben."

Geteiltes Leid ist halbes Leid

Soziale Kontakte zu nutzen, wenn auch nur telefonisch oder mit Video- und Kurznachrichten, empfiehlt auch Michael Broda: "Das Gefühl der Nähe und Verbundenheit ist unser bedeutsamster Schutz vor Ängsten und Depressionen."

Psychotherapeut Andreas Knuf weist in einem offenen Brief an seine Klienten auf einen weiteren Fakt hin, der den persönlichen Umgang mit der Krise und das Regeln des Alltagslebens erleichtern könne: "Wir sitzen alle im gleichen Boot". Knuf empfiehlt ein einfaches Mittel: Kontinuierliche Gespräche über Gefühlslagen, Nöte, Sorgen. Denn es stimme schlichtweg: "Geteiltes Leid ist halbes Leid!"

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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