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Experte fordert Ethikrat zur Verteilung

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Künftige Corona-Medikamente - Experte fordert Ethikrat zur Verteilung

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Wenn es irgendwann Corona-Medikamente und einen Impfstoff gibt, wer soll dann Zugang dazu bekommen? Der Pharmaexperte Glaeske fordert einen Ethikrat für eine faire Verteilung.

Medikamentenexperte Glaeske fordert im ZDF-Interview Verteilungsgerechtigkeit und einen internationalen Ethikrat zur Zuordnung von Impfstoffen und Medikamenten.

Beitragslänge:
1 min
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Noch gibt es keine Medikamente, mit denen die Lungenkrankheit Covid-19 behandelt werden kann, noch gibt es keinen Impfstoff, mit dem Menschen gegen das Coronavirus geschützt werden können. Und wenn es irgendwann so weit ist - was dann?

Wer bekommt dann Zugang zu solchen Arzneimitteln?, fragt der renommierte Medikamentenexperte Gerd Glaeske in einem Gespräch mit der ZDF-Sendung Terra Xpress. Und wie werden diese Arzneimittel verteilt?

"Oder wird das Arzneimittel sozusagen möglichst versucht, so zu verteilen, dass tatsächlich in allen Ländern -  und wir haben in allen Ländern die Pandemie - eben auch Menschen versorgt werden können?"

Glaeske: Zugunsten ärmerer Länder verzichten

Glaeske fordert in der Corona-Pandemie Verteilungsgerechtigkeit und einen internationalen Ethikrat zur Zuordnung von Impfstoffen und Medikamenten.

Das langjährige Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen betonte, dass die Länder mit starken Gesundheitssystemen zugunsten ärmerer Länder verzichten sollten. Denn in der Corona-Krise seien Länder mit starken Systemen im Vorteil:

Wir haben ja in der Zwischenzeit gelernt, dass relativ starke Gesundheitssysteme mehr oder weniger gut mit dieser Pandemie umgehen können und dass auch bestimmte Rahmenbedingungen positiv für die Patientin und Patient sich auswirken werden.
Gerd Glaeske, Medikamentenexperte

Experte: Ethikrat müsste international und unabhängig sein

Weiterhin fordert Glaeske eine unabhängige Lösung mit einem internationalen Ethikrat für die Regelung dieses Verteilungsproblems: Es werde ein unabhängiger Rat gebraucht, der darüber entscheidet, wie Arzneimittel verteilt und eingesetzt werden und "in welcher Reihenfolge auch Menschen behandelt werden sollen".

Dieser Ethikrat müsse international zusammengesetzt sein und unabhängig agieren, betonte Glaeske. Es dürfe dabei "nicht den Hauch einer Interessenkollision" geben mit "irgendeiner Firma oder wie auch immer".

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