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Erste Ergebnisse nach Medikamententest

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Covid-19-Therapie - Erste Ergebnisse nach Medikamententest

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Bisher gibt es keine Impfung und keine Medikamente gegen Covid-19. Kann ein Mittel helfen, das ursprünglich gegen das Ebolafieber entwickelt wurde? Nun liegt eine neue Analyse vor.

Ein Wissenschaftler mit Atemschutzmaske und Handschuhen begutachtet einen Test auf das Coronavirus.
Wirkt "Remdesivir" bei Covid-19? Ein Wissenschaftler begutachtet einen Corona-Test. (Archivbild)
Quelle: dpa

Mit Spannung werden Ergebnisse von Medikamentenstudien für Coronavirus-Patienten erwartet. Nun liegen erste Berichte zu einem Medikamententest vor: Mehr als die Hälfte einer Gruppe schwer erkrankter Covid-19-Patienten hat sich nach der Einnahme eines antiviralen Wirkstoffs erholt. Ob sich der Zustand der 53 Patienten auch ohne die Einnahme verbessert hätte, wisse man jedoch nicht, weil es keine Vergleichsgruppe gebe, sagten Ärzte über die in der Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Ergebnisse zur Studie über den Wirkstoff "Remdesivir".

Der Wirkstoff hatte sich im Kampf gegen andere Viren bereits effektiv gezeigt, und Labortests schienen auch für den Auslöser der derzeitigen Pandemie vielversprechend. Gegen das Virus gibt es derzeit keine zugelassenen Medikamente. In mindestens fünf Studien wird derzeit an "Remdesivir" geforscht. Sehen Sie hierzu folgenden Beitrag:

Am Münchner Klinikum werden Medikamente gegen das Coronavirus getestet. Hoffnungen liegen auf dem Ebola-Medikament „Remdesivir“, das den Krankheitsverlauf verkürzen soll.

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2 min
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Studien-Teilnehmer in den USA, Europa, Kanada und Japan

Das Unternehmen Gilead Sciences hat den Wirkstoff mehr als 1.700 Patienten verabreicht. Die 53 Patienten in der nun veröffentlichten Studie sind zwischen 23 und 82 Jahren alt und befinden sich in den USA, in europäischen Ländern, Kanada und Japan im Krankenhaus. 43 von ihnen waren so krank, dass sie an Beatmungsgeräte angeschlossen waren. Alle bekamen das Medikament für zehn Tage oder so lange, wie sie es tolerierten. Nach durchschnittlich 18 Tagen benötigten 36 Patienten, also 68 Prozent, weniger Sauerstoff oder weniger Unterstützung beim Atmen.

Bei acht Patienten verschlechterte sich der Zustand jedoch: Sieben starben, beinahe alle über 70 Jahre alt. Die Sterblichkeitsrate von 13 Prozent ist niedriger als in anderen Berichten, ein tatsächlicher Vergleich kann ohne eine Vergleichsstudie jedoch nicht gezogen werden, wie die Autoren bemerkten. Ein Dutzend Patienten hatte schwerwiegende gesundheitliche Probleme, es war jedoch unklar, ob diese auf das Medikament oder ihre Krankheit zurückzuführen waren.

In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über weitere Studien zu Medikamenten gegen Covid-19:

In Europa beginnen klinische Tests von experimentellen Methoden zur Behandlung von Corona-Patienten. 3.200 Personen, die derzeit im Krankenhaus liegen, nehmen an den Studien teil.

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1 min
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Weitere Ergebnisse zur Studie sollen im April folgen

"Es sieht ermutigend aus", sagte Elizabeth Hohmann, Spezialistin für Infektionskrankheiten am Allgemeinen Krankenhaus in Massachusetts, die an der Leitung einer der Studien zum Test des Wirkstoffs beteiligt ist. Angesichts der Krankheit seien die aufgetretenen Probleme nicht unerwartet. Weitere Ergebnisse werden Ende April erwartet.

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