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Corona-Tests künftig auch ohne Symptome

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Gegen eine zweite Welle - Corona-Tests künftig auch ohne Symptome

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Das Coronavirus ist noch lange nicht besiegt. Deutlich mehr Tests sollen helfen, Infektionen einzudämmen. Streit gibt es um das liebe Geld: Finanzieren sollen lieber die anderen.

Die Politik plant mehr Corona-Tests, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Unklar ist aber, wer die Kosten übernehmen soll. Wie sieht die aktuelle Situation bei den Tests aus?

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Ein schneller Abstrich und ab damit ins Labor: Wenig später ist klar, ob jemand mit dem Coronavirus infiziert ist oder nicht. Das soll künftig sehr viel öfter passieren, um etwa Krankenhäuser und Pflegeheime besser zu schützen - und den Bürgern einen halbwegs normalen Alltag zu ermöglichen. Denn es können sehr viel mehr Tests ausgewertet werden, als derzeit eingereicht werden.

Die Grundlage dafür haben Bundestag und Bundesrat schon beschlossen. Nun ist Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dabei, Details in einer Verordnung konkret zu machen.

Der Bundestag hat ein zweites Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beschlossen. Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz soll es neben mehr Tests auch einen Pflegebonus geben.

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Wer soll zusätzlich getestet werden?

Spahn hat insbesondere Krankenhäuser und Pflegeheime im Blick. Bei Neuaufnahme sollte ein Test der Patienten und Bewohner die Regel sein, sagte er der "Welt". Gebe es in einem Heim oder einer Klinik einen Infektionsfall, müssten alle Mitarbeiter sowie Patienten oder Bewohner getestet werden.

Zudem soll auch ein Anrecht auf einen Test auf Kassenkosten haben, wer zwar Kontakt mit einem Infizierten hatte, aber selbst keine Symptome aufweist. Die Kapazität sei da: Vergangene Woche seien 425.000 Tests durchgeführt worden, mehr als doppelt so viele seien möglich.

Werden diese Tests überall Pflicht?

Spahn kann sie mit seiner Verordnung nur ermöglichen. "Entschieden wird das von den Behörden vor Ort", erklärt sein Sprecher. Die Ausweitung der Tests hat aber viele Fürsprecher.

Wahllos solle man dabei aber nicht vorgehen, mahnt die Kassenärztliche Bundesvereinigung: "Es ist richtig, viel zu testen - aber gezielt und da, wo es medizinisch sinnvoll ist". Häufige Tests bei medizinischem Personal seien richtig.

Kliniken und Pflegeheime sind besonders auf viele Corona-Tests angewiesen. In einigen Bundesländern wird dort bereits flächendeckend getestet – zum Beispiel in Baden-Württemberg.

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Was kosten die Tests und wer zahlt dafür?

In der Regel die Krankenkassen - das will jedenfalls das Ministerium so. 59 Euro kostet ein Test. Es könnte aber noch Ärger um die Finanzierung mit den Kassen geben.

"Wir sind gesetzlich verpflichtet, in vielen Fällen die Reihentests zunächst zu finanzieren", erklärte ein Sprecher des Spitzenverbands der Gesetzlichen Kassen. Man wolle sich das Geld vom Bund zurückholen - denn die Pandemiebekämpfung sei eine staatliche Aufgabe.

Auch Verdi mahnt, die Kosten dürften nicht den gesetzlich Versicherten aufgebürdet werden, sie müssten aus Steuermitteln bezahlt werden. Das sehen die Kommunen anders. Die Kassen seien auch für Prävention zuständig, argumentiert der Deutsche Städtetag. Außerdem sparten die Kassen erheblich Kosten, wenn weniger Menschen infiziert würden.

Die Corona-Krise offenbart nicht nur die Stärken, sondern auch die Schwächen des deutschen Gesundheitssystems. Welche Konsequenzen sind nach dieser Pandemie zu ziehen?

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Gibt es noch Probleme bei der Versorgung mit Schutzausrüstung?

Ja. Der Ärzte-Berufsverband Marburger Bund hatte in der ersten Mai-Hälfte mehr als 8.700 Ärzte befragt, die allermeisten davon in Krankenhäusern. 62 Prozent teilten mit, ausreichend Schutzkleidung zu haben, 38 Prozent verneinen dies. Die größten Probleme gibt es demnach mit medizinischen Atemschutzmasken.

Vor einem Liniendiagramm steht der Großbuchstabe R. Im Hintergrund sind zwei große, gezeichnete Viren zu sehen.

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