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Sorge vor zweiter Corona-Welle - Infektionen in Großbritannien schnellen hoch

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Fast 3.000 neue Fälle. Am Sonntag hat Großbritannien die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Ende Mai gemeldet. Die aktuellen Zahlen und Reaktionen im Überblick.

Passanten mit Masken in der Portobello Road, London
Passanten mit Masken in der Portobello Road, London. Derzeit gibt es so viele Corona-Neuinfektionen in Großbritannienwie seit Ende Mai nicht mehr.
Quelle: Reuters

Ist sie das nun also, die vieldiskutierte zweite Welle? Den ganzen Sommer über wurde Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock ja nicht müde, davor zu warnen. Deshalb hatte die britische Regierung auch ihre strikten Quarantäne-Maßnahmen für Urlaubsheimkehrer verfolgt. Eine Politik, die allerdings selbst von wohlwollenden Beobachtern als zum Teil widersprüchlich bis schlicht chaotisch bezeichnet wurde.

Die Entscheidungen, welche Länder auf die Quarantäne-Liste kommen, wurden jeweils sehr kurzfristig getroffen. Was zur Folge hatte, dass Urlauber unter großen Schwierigkeiten und hohen Kosten versuchen mussten, vor einer Deadline die Insel zu erreichen, um eine 14-tägige Isolation zuhause zu vermeiden. Die Tourismus-Industrie ist inzwischen völlig verunsichert und hinzukommt, dass die Checks, ob die Quarantäne auch eingehalten wird, mehr als lückenhaft sind.

Die Regierung Johnson trieb offensichtlich die Sorge um, bloß nicht wieder zu spät und inkonsequent zu handeln, was dem Land ja den traurigen Spitzenplatz der meisten Covid-19-Todesfälle in Europa eingebracht hat. Nun aber der höchste tägliche Anstieg der positiv getesteten Personen seit dem 23 Mai.

Sind die Jungen schuld?

Gesundheitsminister Hancock zeigt mit dem Finger auf die Jungen – sie seien im Wesentlichen für den Anstieg verantwortlich. Zuletzt ist es tatsächlich immer wieder zu unerlaubten Straßenpartys gekommen und es steht auch außer Frage, dass es vorwiegend junge Menschen sind, die die Möglichkeit wahrnehmen, Pubs zu besuchen, in denen die Abstandsregeln dann auch nicht immer eingehalten werden.

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Nicht klar, wie der Trend gestoppt werden soll

Bisher wurde immer wieder versucht, mit lokal begrenzten Beschränkungen zu reagieren. Unklar ist, mit welchem Instrument der Trend nun gestoppt werden soll. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Wiederaufnahme eines geregelten Schulbetriebs gerade erst begonnen hat und Downing Street gleichzeitig von der Bevölkerung die Rückkehr an ihre Arbeitsplätze fordert.

Hancock hatte zuletzt Massen-Schnelltests als einen baldigen Durchbruch bei der Bekämpfung des Virus in Aussicht gestellt. Die meisten Briten bleiben da vermutlich skeptisch. In der Vergangenheit ist ihnen dieser Regierung schlicht zu viel versprochen worden, was dann nicht eingehalten wurde.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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