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So will die Polizei für Ordnung sorgen

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Abstandsregeln trotz Alkohol - So will die Polizei für Ordnung sorgen

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Polizei und Ordnungsämter rechnen am Wochenende mit vollen Parks und Plätzen. Es ist ein Spagat zwischen Lockerungen und Beschränkungen - sowohl für Beamte als auch für Bürger.

Zahlreiche Menschen genießen das sonnige Wetter am Ufer der Isar am 27.06.2020
Gutes Wetter am Ufer der Isar: Die gelockerten Corona-Regeln stellen Bürger und Beamte vor eine neue Herausforderung.
Quelle: dpa

Das Wochenende steht vor der Tür, die Wetteraussichten sind vielerorts gut. Für die Ordnungsämter und Polizeibehörden im Land bedeutet das aller Voraussicht nach: Stress. In Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg ist es das letzte Ferienwochenende: "Es dürfte voll werden", sagt Holger Vehren von der Hamburger Polizei.

Voll - das dürften nicht nur die öffentlichen Plätze, sondern auch deren Besucher werden: Die letzten Wochenenden haben gezeigt, dass Partys und Zusammenkünfte zunehmend ins Freie verlegt werden, da Bars und Clubs weiterhin wegen Corona geschlossen sind. Außerdem lockt das schöne Wetter mehr Menschen nach draußen.

Die Stadt Stuttgart will nach den Unruhen vom Juni zentrale Plätze per Video überwachen. Davon betroffen sind Nächte am Wochenende sowie vor Feiertagen.

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Party in Zeiten von Corona

"Das ist ja auch grundsätzlich erlaubt", betont der Polizeisprecher der Hansestadt. Aber nur in limitierten Gruppen, unter Einhaltung der Abstandsregeln. Das Problem dabei: Alkohol und Abstandsregeln sind eine schwierige Kombi. "Unsere Einsatzkräfte erleben gerade an den Wochenenden große Ansammlungen von feiernden Menschen, die zum Teil ungeschützt und distanzlos sind", so Uwe Jacob, Polizeipräsident von Köln.

Solche Verstöße gegen die geltenden Abstandsregeln seien im nächtlichen Treiben nur schwer zu kontrollieren: Menschengruppen mischten sich, teilten sich wieder auf, die Situation sei dynamisch, so Hamburgs Polizeisprecher. Die gelockerten Kontaktbeschränkungen stellten die Beamten vor eine neue Situation:

Die Polizei macht einen Spagat zwischen den Lockerungen und  den Beschränkungen der Corona-Verordnungen.
Holger Vehren, Polizeisprecher der Stadt Hamburg

Der Städte- und Gemeindebund fordert, dass Kommunen leichter Alkohol-Verbotszonen ausweisen können.

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So wappnen sich Behörden für das Wochenende

Um dennoch eine Ausbreitung des Coronavirus am bevorstehenden Wochenende zu verhindern, gehen Städte und Länder unterschiedliche Wege. Darunter: Begehungsverbote (Frankfurt am Main), partielle Alkoholverbote (Hamburg) und vor allem: verstärkte Polizeipräsenz.

Mehr Informationen zur Lage und Einschätzung der Polizei in einzelnen Städten:

Ausschreitungen: Kein zweites Stuttgart

Eines haben die Strategien gemeinsam: Die Behörden setzen auf Prävention und Deeskalation. Aggressive Gruppendynamiken - wie in Frankfurt am Main und Stuttgart - sollen dadurch vermieden werden. Eine ZDFheute-Umfrage konnte zeigen: Die beiden erwähnten Krawallnächte waren bislang Einzelfälle.

Archiv, Berlin: "DJ Himself" legt im Volkspark Hasenheide bei einer Party auf.

Trend zu Eskalationen? -
Party in Corona-Zeiten: Ein Blick ins Land
 

Während Corona trifft sich die Partyszene draußen. In Stuttgart, Frankfurt und Berlin eskalierte die Lage. Einzelfälle oder ein Trend? Eine Umfrage bei Polizeibehörden.

von Katharina Meyer und Christiana Ennemoser

Dennoch könnte "der Frust wegen der Corona-Beschränkungen in Gewalt umschlagen", sagt Volker Timmerhof, Kommissar und Deeskalationstrainer in Unna. Vor allem in Kombination mit Alkohol könne die Dynamik in Gruppen schnell kippen. Auch die Ausschreitungen in Stuttgart und am Frankfurter Opernplatz hatten mit Polizeikontrollen begonnen.

Deeskalation: Was tun, wenn es brenzlig wird?

Menschen, die sich plötzlich mit aggressiven Gruppendynamiken konfrontiert sehen, rät Deeskalationstrainer Timmerhof zu folgenden drei Schritten:

  1. Auf das Bauchgefühl hören
  2. Gefahr aussprechen und/oder Polizei rufen
  3. Situation verlassen
Archiv: Menschen geniessen die warmen Temperaturen am Wasser des tiefen Sees im Park Babelsberg.

Corona-Maßnahmen im Überblick -
Welche Regeln in den Bundesländern gelten
 

Die Corona-Regeln sind Ländersache. Viele werden gelockert, manche aber auch verschärft. Wie sieht es in Ihrem Bundesland aus? Was ist erlaubt? Was verboten? Ein Überblick.

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