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Tausende feiern illegale Partys in Berlin

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Volkspark Hasenheide - Tausende feiern illegale Partys in Berlin

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Illegale Partys haben in Berlin zu stundenlangen Polizeieinsätzen geführt. In anderen Großstädten zog die Polizei dagegen eine positive Bilanz des Feier-Wochenendes.

Polizei löst Party im Volkspark Hasenheide auf
Der Volkspark Hasenheide ist schon länger ein Party-Treffpunkt. Dieses Bild stammt von Anfang Juli.
Quelle: dpa

Mehrere nicht genehmigte Musikpartys haben in Berlin-Neukölln in der Nacht zum Sonntag zu langen Polizeieinsätzen geführt. Bereits am Samstagabend beschwerten sich Anwohner über Lärm und zu laute Musik aus dem Volkspark Hasenheide, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag mitteilte.

Rund 3.000 Menschen haben sich demnach in der Grünanlage aufgehalten und gefeiert. Über mehrere Anlagen wurde laute Musik abgespielt. Die Polizei forderte die Feiernden auf, den Volkspark zu verlassen. Die meisten Party-Teilnehmer befolgten dies, jedoch mussten die Sicherheitskräfte in einigen Fällen auch Platzverweise aussprechen.

Das Geschehen zog sich bis zum Sonntagmorgen hin. Fünf Musikanlagen wurden beschlagnahmt und fünf Ordnungswidrigkeiten wegen unzulässigen Lärms notiert.

Verstärkte Polizeipräsenz und Kontrollen

Eine Woche nach Krawallen und Eskalation auf Feiern unter freiem Himmel in Frankfurt hatte die Polizei an diesem Wochenende in vielen deutschen Großstädten verstärkt Präsenz gezeigt und Kontrollen vorgenommen.

Für den Frankfurter Opernplatz, wo vor einer Woche fünf Polizisten verletzt und 39 mutmaßliche Krawallmacher vorläufig festgenommen wurden, galt von Mitternacht an ein Betretungsverbot - um ein Uhr nachts musste er dann geräumt sein.

Doch es blieb dort nicht nur friedlich, sondern vergleichsweise leer. Ein Polizeisprecher schätzte, dass in den beiden Wochenendnächten etwa 10.000 Menschen auf den Plätzen und Hotspots im Frankfurter Stadtgebiet unterwegs waren - auf den Opernplatz kamen nur insgesamt tausend. Die Polizei kontrollierte ungefähr 2.000 Menschen, größere Zwischenfälle blieben aus.

Am vergangenen Wochenende eskalierte die Lage scheinbar aus dem Nichts. Dieses Wochenende darf ab Mitternacht niemand mehr auf den Opernplatz, Alkohol wird limitiert, um 1 Uhr war die Party dann zu Ende.

Beitragslänge:
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Auch in NRW mehr Polizei

Auch in Nordrhein-Westfalen zeigte die Polizei am Wochenende mehr Präsenz, um für Ruhe zu sorgen. In der Millionenstadt Köln war zusätzlich eine Hundertschaft im Einsatz. Auch wenn viele Menschen auf den Straßen waren, habe das Konzept aus frühzeitiger Ansprache und Einschreiten sehr gut funktioniert, sagte eine Sprecherin.

Gemeinsam mit dem Ordnungsamt hätten die Beamten die Menschen auf die Corona-Schutzverordnung hingewiesen. Insgesamt seien an dem Wochenende rund 440 Menschen kontrolliert und rund 210 Platzverweise erteilt worden.

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Forderung von Alkoholverbot und Sperrstunde

Nach den nächtlichen Ausschreitungen in Stuttgart und Frankfurt am Main mehren sich unterdessen Forderungen nach Alkohol-Sperrgebieten in Städten, um Krawalle zu verhindern.

Die Kommunen sollten in größerem Umfang ermächtigt werden, für bestimmte Bereiche Alkoholverbote auszusprechen oder auch öffentliche Bereiche für bestimmte Zeiten zu sperren.
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- und Gemeindebund in der "FAS"

"Alkoholverbote können in abgegrenzten Gebieten ein sehr hilfreiches Instrument sein", sagte der Frankfurter Sicherheitsdezernent Markus Frank zu den Forderungen des Städtebundes. "Leider ist es rechtlich fast unmöglich, so etwas durchzusetzen." Er unterstütze aber die Forderung. Es sei wichtig, dass Ordnungsbehörden und Polizei so ein Instrument bekämen, das allerdings maßvoll dosiert werden müsse.

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