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Corona - eine Chance für Tiere und Natur?

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Folgen der Pandemie - Corona - eine Chance für Tiere und Natur?

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Die Gesellschaft fährt herunter - und davon profitiert die Tierwelt doch, oder? Experten warnen: Insbesondere für Naturschutzprojekte könnte die Corona-Krise fatale Folgen haben.

Die Welt steht still. Die Natur kann sich erholen. Auf den ersten Blick hat der Lockdown positive Folgen für die Umwelt. Aber geht es der Tierwelt wirklich besser als vor der Corona-Krise? Eine planet.e-Dokumentation.

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28 min
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Geringere Umweltbelastungen, weniger Touristen, gebremster Handel - es klingt, als profitiere die Tierwelt vom Corona-Virus. Rainer Froese vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung rechnet damit, dass beispielsweise Fische derzeit bessere Überlebenschancen haben.

Denn die Fangmengen gehen um bis zu 80 Prozent zurück. Für ihn besteht die Hoffnung, Europas Überfischung zu stoppen. Ein Ziel, das trotz entsprechenden EU-Gesetzes vor der Corona-Pandemie unerreichbar schien.

"Die beste Vorbereitung der Meere auf den Klimawandel sind große, gesunde Fischbestände. Und im Moment können sich die Bestände erholen", sagt Froese.

Der Lockdown könnte auch für den Naturschutz gelten

Gleichzeitig wachsen aber auch die Sorgen: Wochenlanger weltweiter Stillstand könnte auch Stillstand für den Naturschutz bedeuten, sagt Christoph Schenck. Er ist Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, die sich um rund 30 Naturschutzprojekte weltweit kümmert.

Deshalb weiß er: Oft finanzieren Besucher in Nationalparks mit ihren Eintrittsgeldern gleich mehrere Natur- und Tierschutzprojekte. Diese Einnahmen brechen nun weg, staatliche Unterstützung gibt es nur selten. "Eigentlich bräuchte es Rettungsschirme für Nationalparks", fordert Schenck.

Auf dem europäischen Kontinent leben 700 Millionen Menschen. Für die Tierwelt heißt das, sich in die letzten Refugien der Wildnis zurückzuziehen oder anzupassen. Selbst in einer Millionenmetropole wie Wien finden sich grüne Oasen.

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2 min
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Dem Serengeti-Nationalpark fehlt das Geld

Die Abhängigkeit von Besuchern zeigt sich am Serengeti-Nationalpark in Tansania. Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie litten Natur und Tiere des Parks zwar unter den Touristenmassen. Doch jetzt fehlt deren Geld.

Nur wenige unter den Rangern können bezahlt werden. Dabei bekämpfen sie im Park die Wilderei, die Jagd von bedrohten und seltenen Arten hat zugenommen. Das Wildern geschieht auch aus finanzieller Not, weil vielen Menschen in Tansania ebenfalls die Einnahmen aus dem Tourismus als Lebensgrundlage fehlen.  

Kenias wohl bekanntester Nationalpark, die Maasai Mara, leidet unter den Folgen der Coronakrise. Der Tourismus, von dem die meisten Menschen in der Region leben, bleibt aus. Die fehlenden Einnahmen erschweren die Erhaltung des Parks und den Schutz der …

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6 min
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Sonniges Wetter wird für viele Tiere zum Problem

Der Konflikt um Lebensräume zwischen Mensch und Tier verschärft sich auch in Deutschland. Sonniges Wetter und geschlossene Innenstädte lockten zuletzt viele Menschen in Parks und Wälder - zum Leidwesen der Tiere.

Denn gerade im Frühjahr sind etwa Wildschweine, Rehe oder Vögel extrem lärmempfindlich, weil sie ihre Jungen bekommen und Eier aus brüten. Dann reagieren sie auf Menschen mit Stress.

Die Corona-Pandemie zeige, dass Naturschutz primär den Menschen und ihrer Lebensgrundlage diene, sagt Christoph Schenck. Die Corona-Krise müsse als Weckruf verstanden werden, Schutzgebiete zu sichern, Wildtierhandel einzudämmen und Tourismus nachhaltig zu gestalten.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Präsident des Lehrerverbandes Heinz-Peter Meidinger im Schaltgespräch mit Marietta Slomka im hjo, 03.08.2020

Wappnen für den Schulbeginn -
Lehrerverband will Corona-Tests an Schulen
 

Der Präsident des Lehrerverbandes Meidinger fordert regelmäßige, kostenlose Corona-Tests an Schulen für Lehrer. Eine Maskenpflicht im Klassenzimmer hält er für sinnvoll.

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4 min
Nach stark steigenden Corona-Zahlen im australischen Staat Victoria werden die Maßnahmen dort weiter verschärft.

Australien -
Corona-Lockdown in Melbourne
 

Nicht alle infizierten Australier*innen halten sich an die Corona-Regeln. Und das, obwohl sich das Land …

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1 min
Im hessischen Offenbach gab es in den letzten sieben Tagen 36 Neuinfektionen pro hunderttausend Einwohner.

Nachrichten | heute 19:00 Uhr -
Steigende Infektionszahlen in Offenbach
 

Einen Corona-Ausbruch meldet Offenbach in Hessen. Dort gab es in den letzten sieben Tagen 36 Neuinfektionen …

von I. de la Vega / S. Santina
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1 min
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