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Frauen stärker belastet - Corona-Krise führt zu psychischem Stress

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Die Mehrheit der Menschen in Deutschland leide unter Corona, so eine Forsa-Umfrage. Wegen der Doppelbelastung durch Kinderbetreuung und Homeoffice seien Frauen stärker betroffen.

Psychische Belastung während der Corona-Krise (Symbolbild)
Berufstätige mit Kindern empfinden die Arbeit im Homeoffice als stressiger.
Quelle: clipdealer

Die Folgen der Pandemie belasten viele Menschen psychisch. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK), die den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab vorliegt.

Gestresster wegen Doppelbelastung

Darin gaben 57 Prozent der befragten Frauen und 42 Prozent der befragten Männer an, sich durch Corona gestresster zu fühlen als sonst. Ein Grund sei die Doppelbelastung von Arbeit und Kinderbetreuung samt Homeschooling.

Diese Zweifachbelastung sei vermutlich einer der Gründe für die unterschiedlich hohe Stressbelastung von Frauen und Männern während der Pandemie, so die TK.

Mütter tragen die Hauptlast von Homeschooling, das hat eine Studie der Universität Koblenz-Landau ergeben. Auch das Feedback der Lehrer an die Schüler sei ausbaufähig.

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Mehrheit der Eltern im Homeoffice gestresst

69 Prozent der befragten Eltern gaben an, durch den Alltag in der Corona-Zeit gestresst zu sein, 68 Prozent dieser Gruppe gaben als entscheidenden Faktor das Homeoffice an. Demgegenüber erklärte nur knapp die Hälfte der Erwerbstätigen ohne Kinder, im Homeoffice gestresst zu sein.

Als besondere Belastung empfanden 80 Prozent der Befragten den fehlenden Kontakt zu Familie und Freunden. Am zweithäufigsten wurde die Angst vor einer Corona-Erkrankung der Angehörigen genannt (57 Prozent). Kita- und Schulschließungen (56 Prozent) nannte jeder Zweite. Ebenso fürchtet jeder Zweite einen Zusammenbruch der Wirtschaft (50 Prozent).

Arbeitsstress nimmt während Corona zu

Die Ausnahmesituation schlägt sich auch auf den Arbeitsalltag nieder. 38 Prozent der Befragten nannten ihre Arbeit stressiger als vor der Pandemie. Einsamkeit und Langeweile wurden jeweils von 22 Prozent der Umfrageteilnehmer genannt.

Laut der Studie belastet die Pandemie die Jüngeren stärker als die Älteren: Jeder Dritte unter 60 Jahren (38 Prozent der 18- bis 39-Jährigen und 40 Prozent der 40- bis 59-Jährigen) gab an, starke Probleme mit der Situation zu haben.

Ältere weniger belastet

Deutlich entspannter sind die über 60-Jährigen. Nur 27 Prozent von ihnen fühlen sich von den Umständen sehr belastet - und das, obwohl sie zur Risikogruppe zählen. Dies könne daran liegen, dass die Jüngeren in der Regel in ihrer Freizeit aktiver seien.

Da Reisen oder Treffen mit Freunden während des Lockdowns wegfallen mussten, hätten sie die Zeit als größeren Einschnitt erlebt als die Älteren, so die TK. Für die repräsentative Studie wurden im Mai 1.000 volljährige Bürger befragt.

Archiv: Schüler mit Mundschutz, aufgenommen am 18.05.2020

Kinder in der Corona-Krise -
Mehr psychische Probleme als erwartet
 

Die psychische Belastung von Kindern durch die Corona-Pandemie ist deutlich höher, als bislang vermutet wurde. Vor allem arme Familien seien betroffen, heißt es in einer Studie.

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