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Bahn, Flugzeug und Fähre im Test - Wie klappt das Reisen in der Corona-Pandemie?

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Abstand halten, Maskenpflicht: Geht das auch in engen Transportmitteln? Unsere Reporter haben es probiert: in Bahn, Flugzeug und auf der Fähre. Ihr Fazit ist ernüchternd.

Passagiere in einem Flugzeug
Beispiel Flugreise: In manchen Situationen ist Abstand einfach nicht einzuhalten.
Quelle: ZDF/Tom Palluch

In der Bahn

Neun Senioren - ohne Maske. Das fällt als erstes bei der ersten Zugfahrt nach der Zwangspause auf. Senioren, die jedoch ein paar Meter entfernt sind. Als der Zugbegleiter in seiner Ansage darauf hinweist, dass im Zug das Tragen einer Mund- und Nasebedeckung verpflichtend ist, hat die Gruppe nur ein Lachen übrig.

Immerhin tragen sie den Mundschutz beim Gang zur Toilette. Bei der Fahrkartenkontrolle toleriert übrigens auch der Zugbegleiter den fehlenden Schutz. Ansonsten ist der Waggon nicht voll belegt. Einzelreisende haben diesmal offenbar keinen direkten Sitznachbarn, den sie nicht kennen.

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Ein Nadelöhr ist bei Zugreisen nicht zu verhindern

Zwischendrin reinigt ein Zwei-Personen-Team das WC. Dort ist auch ein Spender mit Handdesinfektionsmittel. Auf Sauberkeit scheint die Bahn großen Wert zu legen. Im Bordbistro kann man sich zumindest Getränke holen, Gäste der 1. Klasse bekommen sie am Platz serviert, in Pappbechern.

Der Bistro-Mitarbeiter trägt wie der Rest des Zugpersonals eine Maske. Nadelöhr bleibt bei Zugreisen der Ein- und Ausstieg. Da wird teilweise gedrängelt wie vor Corona. Wenn die Gäste ihren Platz suchen und Gepäck verstauen, wird es schwer mit "Social Distancing".

Im Flugzeug

Die Lufthansa lässt die Passagiere in Gruppen an Bord gehen. Erst die der Business-Class, dann folgen Fenster-, Mittel- und als Letztes die Gangplätze. Das verhindert jedoch nicht, dass sich das übliche Knäuel von Menschen vor dem Gate ansammelt, weil jeder vor dem anderen an Bord möchte.

Fliegen wie im Operationssaal

Die Maschine ist fast voll. In der Economy ist es wie vor Corona, außer, dass alle ihre Maske tragen müssen. Schulter an Schulter sitze ich mit anderen nebeneinander. Kein Problem, sagen die Airlines. Schließlich werde die Luft durch Hochleistungsfilter permanent gereinigt. Alles steril wie im OP.

Genauso fühlt sich der Flug an. Das Personal ist freundlich, reicht Wasser in Flaschen. Augenkontakt, aber kein sichtbares Lächeln. Liebgewonnener Service verschwindet hinter dem Stoff im Gesicht.

Am Frankfurter Flughafen sind nun Corona-Tests möglich: Das Testcenter soll Reisen erleichtern und dadurch den Reisebetrieb wieder ankurbeln.

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Es ist tatsächlich wie in einem Operationssaal, in den keiner richtig will, aber alle müssen und am Ende froh sind, wenn sie wieder raus können.

Die Flugbegleiter haben nicht immer alles im Griff

Das Aussteigen sortiert die Lufthansa nach Reihen, um Abstand zu wahren. Alle sollen sitzen bleiben, bis ihre Reihe aufgerufen wird. Das erscheint, nach 90 Minuten auf engstem Raum mit den anderen, irgendwie absurd. Obwohl die Crew mehrfach auf das Prozedere hinweist, hindert das manche nicht, dennoch aufzustehen.

Während die Flugbegleiterin auf dem Hinflug es mit energischem Ton schafft, dass auch die Unverbesserlichen wieder sitzen, steht auf dem Rückflug die Mehrheit im Gang - trotz Bitten des Personals. Hygienemaßnahmen helfen eben nur, wenn beide Seiten mitmachen und alle die Regeln ernstnehmen.

Auf der Fähre

Eine Fähre legt ab mit Blick auf das Ufer bei schlechtem Wetter
Auch auf Fähren gelten die Corona-Regeln. Für eine Fahrt nach Dänemark wird beispielsweise ein Buchungsnachweis für das Feriendomizil benötigt.
Quelle: ZDF/Claas Thomson

Frische Seeluft und der Urlaub steht bevor: Einer Anfahrt mit der Fähre wohnt eine gewisse Leichtigkeit inne. Die Corona-Regeln auf den Fähren in Nord- und Ostsee trüben die Unbeschwertheit allerdings ein bisschen.

Das kann bereits bei der Anreise beginnen: Will man etwa die Fähre vom dänischen Rømø nach Sylt nehmen, muss man schon an der Grenze nach Dänemark einen Buchungsnachweis für das Feriendomizil vorweisen.

An Deck braucht man keine Maske

In der Fähre: Maskenpflicht - bis man sich hinsetzt. Und zum Beispiel ein Picknick verzehrt. Dafür gibt es an Bord auch mit Plexiglas umgrenzte Bereiche. Auch an Deck braucht man keine Maske. Bei schönem Wetter fühlt sich die Fahrt so an wie in alten Zeiten. Bei der Umsetzung der Regeln gibt es keine Probleme - alle halten sich dran.

Flusskreuzfahrten nach der Corona-Zwangspause.

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Und reist man mit dem Auto, darf man derzeit während der Überfahrt ausnahmsweise im Fahrzeug bleiben. Das machen denn auch viele Gäste gerne, vor allem im Wohnmobil. Denn Sitzplätze im Innenbereich der Fähre sind rar: Wegen der Abstandsregeln, die natürlich auch hier eingehalten werden sollen, sind viele gesperrt.

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