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Verschärfte Reiseauflagen - Das sind derzeit Corona-Hochrisikogebiete

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Wegen sehr hoher Infektionszahlen hat die Regierung einige Länder als Hochinzidenzgebiete eingestuft. Es gelten verschärfte Reiseregeln. Ein Überblick.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft warten am Flughafen Frankfurt. Archivbild
Quelle: Arne Dedert/dpa

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung fast 40 Länder als Hochinzidenzgebiete eingestuft und verschärfte Einreiseregeln verhängt.

Wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite mitteilt, gehören dazu ab Sonntag, 11. April, 0:00 Uhr, auch die Türkei, Kroatien, die Ukraine und Armenien. Mit Malta, Lettland und der Slowakei werden drei EU-Länder am Sonntag wieder von der Liste der Hochinzidenzgebiete gestrichen und als normale Risikogebiete eingestuft.

Seit dem 4. April führt das RKI auch die Niederlande - das gesamte Land Niederlande (inkl. der autonomen Länder und der überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande) als Hochinzidenzgebiet. Wirksam wurde die Änderung am 6. April 2021, um 0:00 Uhr.

Für Einreisende aus diesen Ländern mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland gilt eine strengere Testpflicht und auch die Ausnahmeregeln für die Quarantäne können von den Bundesländern verschärft werden (siehe unten).

Damit gibt es jetzt drei, beziehungsweise vier Kategorien von Corona-Risikogebieten:

1. Hochinzidenzgebiete:

Folgende Länder fallen derzeit in diese Kategorie:

  • Ägypten
  • Albanien
  • Andorra
  • Armenien ab 11.4.2021
  • Bahrain
  • Bolivien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Chile
  • Ecuador
  • Estland
  • Frankreich (inklusive aller Übersee-Départments)
  • Iran
  • Jordanien
  • Kolumbien
  • Kosovo
  • Kroatien ab 11.4.2021
  • Kuwait
  • Lettland bis 11.4.2021, 0 Uhr
  • Libanon
  • Malta bis 11.4.2021, 0 Uhr
  • Mexiko
  • Moldau
  • Montenegro
  • Niederlande
  • Nordmazedonien
  • Palästinensische Gebiete
  • Paraguay
  • Peru
  • Polen
  • Schweden
  • Serbien
  • Seychellen
  • Slowakei bis 11.4.2021, 0 Uhr
  • Slowenien
  • Sudan
  • Syrische Arabische Republik
  • Tansania
  • Tschechien
  • Türkei ab 11.4.2021
  • Ukraine ab 11.4.2021
  • Ungarn
  • Uruguay
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Zypern

2. Virusvarianten-Gebiete:

Darunter fallen aktuell:

  • Botsuana
  • Brasilien
  • Eswatini
  • Frankeich: Département Moselle
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mosambik
  • Sambia
  • Simbabwe
  • Südafrika

Die aus Großbritannien bekannte Mutante des Virus breitet sich in Europa immer weiter aus. Wie rüsten sich Großbritannien, Portugal, Spanien und Italien dagegen? Ein Überblick.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

3. Länder Europas, die als Risikogebiete eingestuft sind

  • Belarus
  • Belgien
  • Dänemark - ausgenommen: die Färöer Inseln und Grönland
  • Finnland - hier die Regionen Uusimaa (dazu gehört Helsinki), Varsinais-Suomi, Südkarelien, Kanta-Häme, Päijät-Häme und Pirkanmaa
  • Griechenland
  • Großbritannien und Nordirland, Vereinigtes Königreich - inkl. aller Überseegebiete, Isle of Man sowie aller Kanalinseln
  • Irland - ausgenommen: die Region South-West
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland ab 11.4.2021
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta ab 11.4.2021
  • Monaco
  • Niederlande samt Curacao
  • Norwegen - hier die Provinzen Oslo, Viken, Vestfold og Telemark, Rogaland
  • Österreich - ausgenommen: die Gemeinden Jungholz und Mittelberg/Kleinwalsertal; Tirol ist nun kein Virusvarianten-Gebiet mehr, gilt nun wieder als Risikogebiet
  • Portugal - hier die Autonome Region Madeira
  • Rumänien
  • Russische Föderation
  • San Marino
  • Schweiz
  • Slowakei ab 11.4.2021
  • Spanien, ausgenommen: Balearen (u.a. Mallorca), Kastilien- La Mancha, Murcia, Valencia, Galicien. Extremadura gilt ab 11.4.2021 als Risikogebiet
  • St. Lucia
  • Türkei
  • Ukraine
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Eine Aufstellung des Robert-Koch-Instituts mit allen Risikogebieten weltweit finden Sie hier.

4. Nicht-mehr-Risikogebiete

  • Finnland - die Region Åland gilt nun nicht mehr als Risikogebiet, ebenso ab 11.4.2021 die Region Kanta-Häme
  • Irland - die Region South West gilt nun nicht mehr als Risikogebiet.
  • Portugal - die Region Lissabon gilt nun nicht mehr als Risikogebiet.
  • Israel gilt ab 11.4.2021 nicht mehr als Risikogebiet.

Unterschied zwischen Risikogebiet und Reisewarnung

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Eine Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen gilt grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind.

Mehr zu den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.

Testpflicht für Reiserückkehrer aus "normalen" Risikogebieten

Rückkehrer aus normalen Corona-Risikogebieten müssen sich nach der neuesten Regelung

  • spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen
  • zehn Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen zweiten negativen Test vorzeitig befreien lassen - ab dem fünften Tag

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten:

Hier muss vor der Einreise ein Test erfolgen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Außerdem können die Ausnahmeregeln für die Quarantäne eingeschränkt werden. Die Entscheidung darüber liegt bei den einzelnen Bundesländern.

Außerdem müssen sich Einreisende vor ihrer Ankunft in Deutschland auf https://www.einreiseanmeldung.de anmelden und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

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