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Zuerst Risikogruppen gegen Grippe impfen

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Experten fordern Priorisierung - Zuerst Risikogruppen gegen Grippe impfen

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Vor der nahenden Grippe-Saison appellieren Experten, zuerst die Risikogruppen gegen die Influenza zu impfen. Danach erst soll es die Möglichkeit für alle anderen geben.

Spritzen mit der Grippeschutz-Impfung. Archivbild
Vom Impfstoff gegen die Grippe gibt es vorerst nicht genug für alle in Deutschland.
Quelle: Marcus Brandt/dpa

Der Chef des Berliner Hausärzteverbandes hat gefordert, dass zunächst nur Risikogruppen gegen die Grippe geimpft werden. "Bei 26 Millionen Impfstoffdosen und einer Bevölkerung von 80 Millionen Menschen können zunächst nur Risikogruppen geimpft werden", sagte Wolfgang Kreischer den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

Könnte zu wenig Grippe-Impfstoffdosen geben

Nur wenn der Impfstoff nicht verbraucht werde, sollten andere Personen geimpft werden. "Sonst reicht der Impfstoff womöglich nicht für die, die ihn wirklich brauchen."

Die Grippeimpf-Saison hat erst begonnen, doch schon jetzt zeichnet sich ab: Der Impfstoff könnte knapp werden. 26 Mio. Impfdosen hat Deutschland bevorratet. Allein Risiko- und ältere Patienten aber machen schon 40 Mio. aus. Die Nachfrage ist riesig.

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Auch Martin Terhardt, Mitglied der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut, sieht die Gefahr, dass in diesem Winter zu wenig Grippe-Impfstoff zur Verfügung stehen könnte. "Mein Wunsch wäre, dass man bis Mitte Dezember den Vorrang denjenigen gibt, die zu den Risikogruppen gehören", sagte er dem rbb-Verbrauchermagazin "Super.Markt".

Erst wenn sich dann der Rest der Risikogruppe wirklich nicht impfen lassen möchte und es noch genug Impfstoff gäbe, könne man den Impfstoff freigeben.

Wer zu Risikogruppen gehört

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für Risikogruppen - Menschen ab 60, Schwangere, Personen mit Vorerkrankungen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Berufsgruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko.

Zur Versorgung aller Menschen aus diesen Gruppen bräuchte es rund 40 Millionen Impfdosen. Allerdings nehmen längst nicht alle von ihnen das Angebot in Anspruch - in der Altersgruppe ab 60 lag die Impfrate in der Grippesaison 2014/15 bei etwa 40 Prozent.

26 Millionen Dosen bestellt

Bestellt wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang 26 Millionen Dosen. Das Robert Koch-Institut betonte im August, auch Menschen außerhalb der Risikogruppen könnten die Impfung erhalten.

Es stellte aber gleichzeitig klar: "Die uns bekannten Informationen zu den voraussichtlich verfügbaren Influenza-Impfstoffmengen können die Versorgung der wichtigsten Zielgruppen gewährleisten, nicht jedoch der gesamten Bevölkerung."

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