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Wichtiger Wert unterschritten - RKI: Corona-Ansteckungsrate sinkt

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Die Corona-Ansteckungsrate liegt in Deutschland mittlerweile unter dem angestrebten Wert von 1. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervor.

Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten RKI-Statistik steckt jeder Infizierte nunmehr weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 0,7. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen leicht zurückgeht, wie das RKI berichtete.

Weniger Ansteckungen seit März

Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

Einem Mann in Köln am 31.03.2020 mit einem Stäbchen ein Abstrich für einen Test auf den Coronavirus entnommen.

Reproduktionsrate - Warum bei Corona alles von einer Zahl abhängt 

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie dreht sich alles um die sogenannte Reproduktionszahl. Eine Erklärung, was diese aussagt.

von Marcel Burkhardt

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Dienstag gesagt, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsste diese Reproduktionszahl unter 1 liegen, derzeit betrage sie 1,2.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen am Mittwoch deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können.

Wieler hatte allerdings auch gesagt, für eine Lockerung der Maßnahmen sei nicht nur die Reproduktionszahl relevant, sondern auch der Anteil immuner Menschen in der Bevölkerung sowie die Kapazitäten des Gesundheitssystems. Es gebe derzeit noch keine Hinweise darauf, dass die Coronavirus-Epidemie in Deutschland eingedämmt sei. Es sei aber gelungen, sie zu verlangsamen, vor allem durch das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln.

Corona-Experten gehen von hoher Dunkelziffer aus

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 77.000 Menschen die Infektion überstanden. Diese Zahl nennt auch die Johns-Hopkins-Universität. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

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