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Lothar Wieler - RKI-Chef: Corona-Lockdown ist vermeidbar

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Die Corona-Fallzahlen steigen in Deutschland weiter rasant an. RKI-Präsident Lothar Wieler hält einen zweiten Lockdown aber für vermeidbar - wenn die Bevölkerung mitspielt.

Einen zweiten Lockdown hält Lothar Wieler für vermeidbar – wenn alle Bürger Verantwortung übernehmen. Zuletzt hatten sich 7.334 Menschen binnen 24 Stunden mit Corona infiziert.

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Ein erneuter Corona-Lockdown ist nach Einschätzung des Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, vermeidbar, "wenn jeder Verantwortung übernimmt". "Wir wissen definitiv mehr über das Virus und besitzen bessere Mittel dagegen, Krankenhäuser und die Ärzte sind besser vorbereitet, Pflegeheime sensibler", sagte Wieler am Freitag in einem Interview der mit der Nachrichtenagentur KNA.

Mit Blick auf Impfungen warnte Wieler vor übertriebenem Optimismus. Die Wahrscheinlichkeit, einen Impfstoff zu finden, sei zwar deutlich höher als etwa bei Aids. Es gehe eher um die Frage, "was kann die Impfung bewirken - reduziert sie die Viruslast oder verhindert sie Erkrankung? Hinzu kommt die Frage der möglichen Nebenwirkungen". Das solle man "bei allem berechtigten Optimismus im Kopf behalten", so der RKI-Chef.

Passanten mit Mundschutz auf der Einkaufsmeile Zeil in Frankfurt am Main am 12.10.2020.

Coronavirus -
RKI meldet mit 7.334 Infektionen neues Allzeithoch
 

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland rasant aus. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag mit 7.334 Neuinfektionen binnen Tagesfrist einen neuen Höchstwert.

RKI-Chef Wieler: Auch mit Impfstoff müssen Corona-Regeln beachtet werden

Selbst wenn es eine Impfung gebe, werde man noch länger auf die AHA+L-Regeln - Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Alltagsmasken tragen und Lüften - achten müssen.

Wir wissen noch nicht, wie gut ein Impfstoff wirken könnte. Und bis die gesamte Bevölkerung geimpft ist, kann es dauern.
Lothar Wieler, Präsident des RKI

Der derzeit rasante Anstieg sei nicht auf eine höhere Aggressivität des Virus zurückzuführen, so der RKI-Chef. Sars-CoV-2 werde in seiner Entwicklung weltweit mit aktuellen Daten überwacht. "Es gibt Hinweise für eine leichtere Übertragung, aber sonst werden - Stand heute - keine Änderungen der Biologie des Virus beobachtet."

Wieler betonte, dass Tests "kein Freibrief" seien. "Die Menschen können trotzdem infiziert sein, ohne, dass es bereits nachweisbar ist oder sie können sich schon kurz nach dem Test anstecken." Deshalb müssten auch direkt nach einem Test "unbedingt weiterhin die AHA+L-Regeln" beachtet werden.

Immunologe Meyer-Hermann war als Experte beim Corona-Gipfel von Bund und Ländern. Er sagt: Gegen einen Lockdown müssen wir alle zusammenhalten.

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