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Experten empfehlen Stoßlüften alle 20 Minuten

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Corona-Herbst in Schulen - Experten empfehlen Stoßlüften alle 20 Minuten

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In vielen Schulen wird wohl bald ein kalter Wind wehen. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und die kommenden Monate empfehlen Experten: Alle 20 Minuten die Fenster weit auf.

Offenes Fenster in einem Klassenzimmer
Offenes Fenster in einem Klassenzimmer: ist sinnvoll, dürfte aber in der kalten Jahreszeit etwas frisch werden.
Quelle: dpa

Zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen in den Schulen empfehlen Wissenschaftler nach Angaben der Kultusministerkonferenz (KMK) regelmäßiges Lüften in kurzen Abständen und sehen nur in "Einzelfällen" die Notwendigkeit für mobile Luftreinigungsgeräte.

Stoßlüften alle 20 Minuten und Querlüften in den Pausen

Wie die KMK am Donnerstag mitteilte, hätten mehrere Experten bei einer Anhörung am Mittwochabend zum Stoßlüften der Klassenzimmer im zeitlichen Abstand von 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten Dauer sowie zum Querlüften der Räume in den Pausen geraten. Im Klartext: Alle 20 Minuten sollen alle Fenster weit aufgemacht werden - und in den Pausen zusätzlich die Tür für Durchzug.

Die bestehenden Hygienekonzepte müssen im Hinblick auf die kalten Jahreszeiten angepasst werden, sagt unter anderem der Virologe Christian Drosten.

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An der KMK-Runde nahmen den Angaben zufolge Wissenschaftler aus den Bereichen Hygiene, Virologie und Strömungsmechanik teil. Zudem waren Vertreter des Umweltbundesamtes, der Kommunen, der Bildungsgewerkschaften und des Bundeselternrats dabei.

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig sagte: "Gerade mit Blick auf die bevorstehende kühlere Jahreszeit ist es wichtig, dass wir jetzt für alle Schulen in Deutschland zu einer Handreichung mit klaren und nachvollziehbaren Vorgaben kommen, die überall gut umsetzbar sind."

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Mobile Luftreiningungsgeräte "in Einzelfällen sinnvoll"

Den Einsatz von mobilen Luftreinigungsgeräten in Schulräumen halten die befragten Experten laut KMK grundsätzlich nicht für nötig, sofern sich dort die Fenster richtig öffnen lassen. Zur Vermeidung von Corona-Ansteckungen könne aber der Einsatz solcher Geräte in Räumen, die nicht über komplett zu öffnende Fenster verfügen, "flankierend und in Einzelfällen sinnvoll sein".

Wenn dann sollten nach Auffassung der Wissenschaftler aber nur "qualitätsgeprüfte Geräte, die mit Hochleistungsschwebstofffiltern ausgerüstet sind" zum Einsatz kommen. Sie müssten zudem leise arbeiten und "einen ausreichenden Volumenstrom, gemessen an der Raumgröße" garantieren.

Über das Thema Frischluft im Klassenraum wird seit kurzem verstärkt diskutiert.

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