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Was im Skiurlaub jetzt anders laufen soll

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Coronavirus in der Wintersaison - Was im Skiurlaub jetzt anders laufen soll

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Nach den Superspreader-Events wie Après-Ski in Ischgl haben viele Skigebiete angekündigt, einiges anders machen zu wollen. ZDFheute hat sich an einigen Orten umgehört.

Apres-Ski: Ischgl
Après-Ski ade heißt es für die kommende Wintersaison, um Corona-Ausbrüche zu vermeiden.
Quelle: epa

Im Skiurlaub kommt einiges zusammen: Die Enge in der Gondel, alleine schon das Anstehen hunderter Menschen vor Lift oder Gondel, Mittagessen auf der Hütte. Von Après-Ski ganz zu schweigen. Die Aussichten auf den Wintersport sind daher ungewiss. Allein in Österreich sind derzeit zwei Skiregionen zum Risikogebiet erklärt worden.

Doch die Betreiber arbeiten mit Hochdruck daran, den Skiaufenthalt in dieser Saison so sicher wie möglich zu machen. Auf dem Berg gilt das, was auch anderswo greift: Abstand halten, Maske tragen. Doch reichen Maßnahmen wie diese aus?

In Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Land beispielsweise will man große Menschenansammlungen verhindern. Das soll mit dem eigens entwickelten Konzept "Sicher am Berg" funktionieren, sagt Karin Pasterer vom Tourismusverband.

Da geht es um Desinfektionsmaßnahmen in den Bergbahnen, das Entzerren von Einstiegsbereichen und eine bessere Lenkung von Besucherströmen.
Karin Pasterer

In Österreich wird es im kommenden Winter kein Après-Ski geben – zumindest nicht in seiner bisherigen Form. "Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski", kündigte Bundeskanzler Kurz an.

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Auch in Österreich werden Maßnahmen anhand eines Ampelsystems verordnet. Saalbach-Hinterglemm verspricht zusätzliche Schritte, Mitarbeiter sollen künftig regelmäßig getestet werden.

Digitalisierung auf dem Berg

In Lech-Zürs wurde eine Covid-19-Kommission gegründet. Digitale Angebote sollen helfen, die Nachverfolgung zu erleichtern und gleichzeitig große Menschenmassen zu entzerren. Der Tourismusdirektor Herrmann Fercher erklärt dazu:

Grundsätzlich werden bei uns digitale Angebote forciert. Dies umfasst beispielsweise eine Registrierung in Restaurants mittels QR-Codes wie auch den Onlinekauf des Skipasses oder die Anmeldung zu Skikursen über Websites.
Herrmann Fercher

Ähnliches gilt künftig auch im Schweizer Skigebiet Laax-Flims-Falera: "In unseren Selbstbedienungsrestaurants wird es möglich sein, ohne jegliches Anstehen, basierend auf digitalen Bestellprozessen, seine warmen Mahlzeiten direkt an den Tisch zu bestellen", kündigt Markus Wolf, CEO der Weissen Arena Gruppe, an.

Ab auf die Piste! Oder doch nicht? Viele Skigebiete sind gleichzeitig Corona-Hotspots. In der kommenden Wintersport-Saison gibt es Änderungen für Betreiber und für Urlauber.

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Kein Après-Ski, dafür Entschleunigung?

Das klassische Après-Ski wird es in dieser Saison nicht geben. Es wird wohl darauf hinauslaufen, dass wir Après-Ski im Sitzen anbieten, mit gemütlicher Musik.
Karin Pasterer

Das wird vermutlich in ganz Österreich so sein. Die Betreiber versuchen gerade, die Corona-Krise auch als Chance zur Entschleunigung zu sehen - und kündigen entsprechende Angebote an. Die Hoffnung: Das Virus könnte die Liebe zur Natur verstärken: "Wir arbeiten auch an alternativen Konzepten zu Aktivitäten abseits der Skipiste. Da geht es vor allem um Winter- oder Schneeschuhwandern, Tourenskigehen, also entschleunigende Sportarten", so Pasterer.

Skiurlauber drängen sich dicht an dicht in einer Apres-Ski Hütte – heute unvorstellbar. Allerdings hätte das Treiben in Ischgl auch schon Anfang März verhindert werden müssen – sagen Mitarbeiter des Ski-Paradieses.

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Verstärkte Transportmöglichkeiten, um Gedränge zu vermeiden

In Lech-Zürs wiederum soll den Skitouristen auch beim Gästetransport das Gefühl von Sicherheit gegeben werden, sagt Tourismusdirektor Herrmann Fercher. "Wir werden voraussichtlich fünf Verstärker-Busse zur Verfügung stellen, um Gedränge gar nicht erst aufkommen zu lassen. Somit erhöht sich die Beförderungskapazität um etwa 30 Prozent. Zu den Stoßzeiten werden eigens engagierte Sicherheitsbeauftragte für ruhige und geordnete Abläufe sorgen", kündigt Fercher an.

Die Vorbereitungen in den Skigebieten und Ferienregionen laufen auf Hochtouren, um zu vermeiden, dass die Urlauber wegen der Pandemie ausbleiben. "Wir haben auf jeden Fall Respekt vor dieser Saison", gibt Karin Pasterer aus Saalbach zu.

Maßnahmen in den Skigebieten

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