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Das müssen Sie für Ihren Sommerurlaub wissen

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Reiserecht in Zeiten von Corona - Das müssen Sie für Ihren Sommerurlaub wissen

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Wer einen Sommerurlaub geplant hat, wird sich früher oder später fragen: "Kann ich meine Reise antreten?" Ein Überblick, wie es rechtlich aussieht.

Die EU-Staaten wollen eine gemeinsame Linie erarbeiten, um Urlaubsreisen in Europa wieder zu ermöglichen. Noch ist unklar, ob man im Sommer in die Feriengebiete Europas fahren kann.

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Momentan ist die Reisefreiheit durch bundesweite Maßnahmen wie Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen deutlich eingeschränkt.

Dabei rät die Bundesregierung von allen Reisen ab - auch innerhalb Deutschlands. Dies gilt vorerst noch bis zum 3. Mai. Ob es danach weitere Beschränkungen geben wird, ist noch offen.

Das Ziel der Reise - wo kann ich noch hinfahren?

Ob ein Sommerurlaub an der Nordsee oder in den Alpen möglich sein wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen.

Auch der alljährliche Sommerurlaub in Italien oder Frankreich ist, Stand heute, unklar. Es wird in diesem Zusammenhang vor allem darauf ankommen, ob und in welchem Umfang die Grenzkontrollen weiter durchgeführt werden. Bisher gelten die Regelungen nur bis zum 4. Mai. Möglich scheint aber auch hier eine Verlängerung der Maßnahmen.

Bisher ist umstritten, ob es diesen Sommer möglich sein wird, Urlaub zu machen. Die zuständigen EU-Minister beraten heute darüber, wie der Tourismus dieses Jahr aussehen könnte.

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Geschlossene Hotels als Reisebremse

Egal wo, entscheidend wird auch sein, ob die Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort geöffnet sein werden. Gerade die tourismusstarken Regionen in Deutschland und Europa hoffen, dass dies in der für sie so wichtigen Sommersaison erlaubt sein wird. Sicher ist das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.

Eine schnelle Änderung der Situation und damit die Möglichkeit, in den Sommerurlaub zu fahren, scheint aber eher unwahrscheinlich. Zuletzt äußerte sich Bundesaußenminister Heiko Maas kritisch zu Reisen im Sommer: "Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten". Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Einschätzung auch rechtlich manifestiert.

Archiv, Mallorca: Strand Cala Major

Reisen im Sommer -
"Keine normale Urlaubssaison möglich"
 

Die Grenzen für Urlauber sind in vielen Ländern dicht. Doch was wird aus dem Sommerurlaub? Außenminister Maas hält Reisen ohne Einschränkungen nicht für möglich.

Wann die Stornierung einer bereits gebuchten Reise sinnvoll ist

Für eine bereits gebuchte Reise gilt: Der Betroffene muss abwägen. Wegen der aktuellen Situation ist es momentan noch unsicher, ob eine bereits gebuchte Reise im Sommer angetreten werden kann. Grundsätzlich sind und bleiben Stornierungen aber möglich.

Problematisch ist nur der Zeitpunkt. Storniert der Betroffene eine Reise, die letztendlich doch stattfinden könnte, zu früh, läuft er Gefahr die Stornierungsgebühren selbst tragen zu müssen. Wird die Reise zu spät storniert, können sich die Stornoentgelte jedoch erhöhen, sollten später keine "außergewöhnlichen Umstände" mehr vorliegen.

Ende April will das Auswärtige Amt über die geltende weltweite Reisewarnung entscheiden. Ein wichtiges Signal für Reisende und die gesamte Branche.

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Um dieses Szenario zu vermeiden, ist ein Abwarten für diejenigen empfehlenswert, die eine Reise im Sommer für sich nicht schon von vornherein ausschließen.

Erstattungsansprüche für Reisende

Praktisch relevant ist für Reisende vor allem die Frage nach den Erstattungsansprüchen. Konkret also: Bekomme ich bereits gezahltes Geld zurück? Juristisch kommt es in diesem Zusammenhang darauf an, ob es sich um eine Pauschalreise handelt oder ob die Reiseleistungen separat gebucht wurden.

Die Kostenerstattung bei Pauschalreisen richtet sich nach der Europäischen Pauschalreiserichtlinie. Danach gilt: Wird die Reise vom Veranstalter abgesagt, weil die Durchführung der Reise nicht möglich ist, muss der Betroffene innerhalb von 14 Tagen sein Geld zurückbekommen.

In der Praxis kann das momentan jedoch länger dauern und den Urlaubern einiges an Nerven abverlangen. Zudem wird gerade diskutiert, ob den Reisenden auch gegen ihren Willen nur ein Gutschein angeboten werden kann. Ob und wann eine solche Regelung in Kraft tritt, ist heute allerdings noch unklar.

Wurde die Reise nicht als Pauschalreise gebucht, ist der Sachverhalt juristisch anders zu beurteilen. Hier kommt es entscheidend darauf an, nach welchem Recht der jeweilige Vertrag geschlossen wurde. Ist der Vertragsschluss nach deutschem Recht erfolgt, besteht ein Erstattungsanspruch, wenn die Corona-Maßnahmen dazu führen, dass der Aufenthalt am Reiseziel nicht mehr möglich ist oder das Ziel der Reise gar nicht erst erreicht werden kann.

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