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Reisewarnungen: "Ich weiß, dass das hart ist"

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Spahn über Risikogebiete - Reisewarnungen: "Ich weiß, dass das hart ist"

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Zahlreiche Reisen dürften ins Wasser fallen, die Branche sieht sich in ihrer Existenz bedroht: Gesundheitsminister Spahn verteidigt die Ausweitung der Corona-Reisewarnungen.

"Es ist wichtig, dass wir lager- und lokalabhängig Corona-Maßnahmen ergreifen", so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die Corona-Situation in Deutschland.

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Die Herbstferien stehen vor der Tür, die Regierung aber hat mittlerweile jedes zweite EU-Land zumindest teilweise zum Corona-Risikogebiet erklärt. "Ich weiß, dass das sehr hart ist für Reiseveranstalter, Reisebüros und natürlich auch für die Bürger, die sich im Zweifel auf ihren Urlaub gefreut haben", verteidigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Maßnahmen im ZDF-Morgenmagazin.

Aber man habe bereits zwei Mal erlebt - im Winter in Ischgl und zum Ende der Sommerferien - dass durch Reiserückkehrer wieder stärker Infektionen nach Deutschland gebracht würden. Für den Herbst-, Winter- und Weihnachtsurlaub "sollten wir daraus eben auch gemeinsam lernen", mahnte der CDU-Politiker.

Wenn die Bundesregierung eine Reisewarnung für eine Region im Ausland ausspreche, bedeute das, dass sie von nicht notwendigen Reisen dringend abrate. Und eine Urlaubsreise ins Ausland sei in der Regel nicht zwingend notwendig.

Man kann ja auch Urlaub im Inland machen.
Gesundheitsminister Spahn im ZDF

Deutschland hat neue Reisewarnungen für viele Regionen in Europa ausgerufen. Der Flickenteppich macht Reisen nun zu einer komplizierten Angelegenheit, wie ein Beispiel an der deutsch-tschechischen Grenze zeigt.

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Reisebranche: Teils absurde Vorgaben

Die Deutsche Reiseverband DRV hatte zuvor vor den Folgen der jüngsten Reisewarnungen für die Branche gewarnt. Die Situation in der Reisewirtschaft sei "existenzbedrohend", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Knapp 70 Prozent der vom Verband befragten Reisebüros sähen sich "massiv in ihrer Existenz bedroht".

"Immer neue Reiseziele - auch innereuropäisch - werden zu Risikogebieten erklärt", mahnte Fiebig. "Damit steuert die Bundesregierung die Reisewirtschaft in einen zweiten sektoralen Lockdown." Er sprach von teilweise absurden Vorgaben: "In Spanien beispielsweise gibt es zahlreiche Inseln wie Lanzarote, Formentera und Menorca, auf denen es keinen einzigen Corona-Hotspot gibt, trotzdem werden sie als Risikogebiet geführt."

Finca-Urlaub ist in keiner Weise gefährlicher als eine S-Bahn-Fahrt in Berlin.
DRV-Präsident Norbert Fiebig in den Funke-Medien

Weitere Regionen Risikogebiet

Die Bundesregierung ignoriere diese Fakten und belaste die Reisewirtschaft damit unverhältnismäßig. Außerdem setze sie auf Quarantäne-Regelungen statt Corona-Tests. "Das ist definitiv der falsche Weg", kritisierte Fiebig.

Erst am Mittwoch hatte die Bundesregierung weitere Regionen in elf EU-Ländern zu Risikogebieten erklärt und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen.

Französische Bürg mit Masken am 15.10.2020 in Kehl an der deutsch-französischen Grenze

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