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Trauerfeier in Madrid - Spanien ehrt seine 28.400 Corona-Toten

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Kaum ein EU-Land hat unter Corona so gelitten: Mit einer Trauerfeier hat Spanien jetzt Abschied von seinen Tausenden Toten genommen - und ein Signal Richtung Brüssel geschickt.

Mit einer bewegenden Trauerfeier in Madrid hat Spanien den mehr als 28.400 Toten durch die Corona-Pandemie gedacht.

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Mit einer großen Trauerfeier und vielen Tränen hat der einstige Corona-Hotspot Spanien Abschied von seinen mehr als 28.400 Pandemie-Opfern genommen. Im Beisein der gesamten Spitze der Europäischen Union gedachte König Felipe VI. an diesem Donnerstag in Madrid vor allem der vielen "älteren Opfer, die den Lauf unserer Geschichte verändert und die Grundlage für unser demokratisches Zusammenleben gelegt haben".

Man ehre alle Opfer. Der 52-jährige Monarch betonte aber vor den rund 400 Gästen:

Dieser Akt kann den Schmerz aber nicht lindern.
Felipe VI., König von Spanien

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, Felipe, Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor (14), Infantin Sofía (13), der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und zahlreiche andere Teilnehmer legten weiße Rosen in der Mitte des Armería-Platz vor dem Königlichen Palast nieder. Dazu erklang "Das geistliche Lied" von Johannes Brahms.

In Spanien trauern die Menschen heute in einem Staatsakt um die Opfer der Coronapandemie. ZDF-Korrespondentin Christel Haas berichtet vom Königspalast in Madrid.

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Trauer um die Toten, Dank an die Helfer

Nicht wenige hatten dabei Tränen in den Augen, wie die Kameras des spanischen Fernsehens zeigten. "Das war der bewegendste Moment des Aktes", kommentierte die spanische Nachrichtenagentur Europa Press. Mit dem Staatsakt wollte die Regierung nicht nur der Toten gedenken und sich beim Gesundheitspersonal bedanken, sondern auch die Verdienste der gesamten spanischen Gesellschaft in der "sehr schwierigen Zeit" der Pandemie und des strengen Lockdowns würdigen. Die Spanier seien sehr diszipliniert gewesen, betonte Felipe.

Neben von der Leyen reisten aus Brüssel auch EU-Ratschef Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli an. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, waren ebenfalls unter den Teilnehmern, die alle Maske trugen.

In Spanien ist nach weiteren Corona-Ausbrüchen erneut ein größerer Lockdown verhängt worden. Betroffen sind vor allem die Regionen Katalonien und Galizien m Norden des Landes.

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Rede von Angehörigen und Krankenschwester

Ungeachtet des großen Aufgebots an Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland nahmen die Betroffenen die Hauptrollen ein. Vor Felipe durften nur der Bruder eines in Madrid verstorbenen Journalisten sowie eine Krankenschwester aus Barcelona Reden halten. Der Akt wurde nach gut 40 Minuten mit einer Schweigeminute abgeschlossen.

In Spanien hofft man derweil, dass die bewegende Zeremonie auch positive, überzeugende Signale an den am Freitag beginnenden, zweitägigen EU-Sondergipfel aussendet, bei dem eine Einigung über das umstrittene 750-Milliarden-Euro-Wiederaufbauprogramm für Europa angestrebt wird. Sánchez fordert von den EU-Partnern Solidarität. "Ohne Einheit wird es keine Erholung geben", warnte er.

"Die EU hat schon viele Hochleistungsverhandlungen erlebt - aber diese Woche wird ein Rekord", so ZDF-Korrespondent Andreas Kynast zum kommenden EU-Sondergipfel zu Corona-Hilfen.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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