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Tierärzte warnen vor überfüllten Ställen

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Wegen Corona in Schlachhöfen - Tierärzte warnen vor überfüllten Ställen

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Weil Schlachthöfe geschlossen sind, warnen Tierärzte vor geringer Schlachtkapazitäten. Auch die langen Wege und die sommerlichen Temperaturen seien für die Tiere belastend.

Metzger bei der Fleischverarbeitung
Corona auch in Fleischfabriken - weil viele geschlossen sind, warnen Tierärzte vor überfüllten Ställen.
Quelle: picture alliance/Bildagentur-online

Tierärzte warnen angesichts geschlossener Schlachthöfe und verringerter Schlachtkapazitäten in der Corona-Krise vor überfüllten Ställen und längeren Transporten für die Tiere. Durch den Wegfall von mehreren zehntausend Schlachtungen pro Tag ergäben sich "große Tierschutzprobleme", teilte die Bundestierärztekammer am Montag mit.

Enger besetzte und überfüllte Ställe könnten besonders bei sommerlichen Temperaturen zu Kreislaufbelastung für Tiere führen. Die Transportwege zu anderen Schlachtstätten würden "deutlich länger".

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Krisengipfel gefordert

"Fehlende Schlachtkapazitäten durch andere Standorte zu kompensieren, ist nur schwer möglich: Die notwendigen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln haben bereits deutliche Kapazitätseinbußen zur Folge", teilte die Bundestierärztekammer mit.

Aufgrund der branchenweiten Tests und zahlreicher offener Testergebnisse stünden weniger Mitarbeiter zur Verfügung. Es sei zu erwarten, dass sich die Lage weiter zuspitze. Die Bundesregierung müsse umgehend einen Krisengipfel einberufen, um mit Tierärzten, Landwirten, Schlachthofbetreibern und Behörden Lösungen zu finden.

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Nachdem sich Corona-Infektionen in mehreren Schlachthöfen gehäuft hatten, sind Betriebe teils geschlossen. In anderen sollen die Mitarbeiter nun häufig auf das Virus getestet werden.

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