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Pflicht zur Ersten Hilfe - So helfen Sie sicher trotz Corona

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Trotz Corona-Gefahr besteht natürlich weiterhin die Pflicht, bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe zu leisten. Doch wie kann man helfen, ohne sich selbst zu gefährden?

Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall
Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall
Quelle: imago

Wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise sind die Straßen zwar leerer, Unfälle können trotzdem passieren. Alle Verkehrsteilnehmer sind weiterhin verpflichtet, dann Erste Hilfe zu leisten. Bei Unterlassung drohen Strafen.

Wie geht das, ohne sich unnötig in Gefahr zu bringen?

Die ersten Schritte zur Ersten Hilfe bei einem Verkehrsunfall mit Verletzten bleiben gleich:

  1. anhalten
  2. Unfallstelle absichern
  3. Polizei und Rettungswagen verständigen

Und nicht nur in Corona-Zeiten gilt es dabei: Panik oder Hektik vermeiden. "Schildern Sie ruhig und Punkt für Punkt die Situation. Hektik hilft niemandem", sagt Sören Heinze vom Auto Club Europa (ACE).

Beim direkten Kontakt ist es wichtig, dass Helfer sich und das Opfer so gut wie möglich schützen:

  1. möglichst Einmalhandschuhe und Mund- und Nasenschutz benutzen
  2. nach der Hilfe gründlich die Hände waschen oder besser noch desinfizieren

"Informieren Sie die Rettungskräfte möglichst genau über die geleisteten Maßnahmen", rät Heinze. "Sofern notwendig, begibt man sich selbst in ärztliche Obhut, um abzuklären, ob man sich mit dem Virus angesteckt haben könnten."

Abschätzung der Gefahr: Jeder Einzelne muss abwägen

Aber selbst in Gefahr bringen muss sich bei den Hilfeleistungen niemand. Was dabei gefährlich sein könnte, ist aktuell nicht ganz so einfach zu beantworten. ACE-Vertrauensanwalt Matthias Siegert-Paar sagt:

Es gilt generell die individuelle Abwägung, ob die Hilfeleistung zumutbar ist. Das ist individuell und situativ sehr unterschiedlich.

Denn es gebe dabei zahllose Abstufungen, und es bleibe letztlich eine individuelle und situative Abschätzung.

Wann ist Mund-zu-Mund-Beatmung zumutbar?

"Kommt ein kerngesunder 25-Jähriger zu einem verunfallten Jugendlichen, kann beispielsweise Mund-zu-Mund-Beatmung zumutbar sein", nennt der Rechtsanwalt ein Beispiel. "Ist der Helfende ein Mann Ende 70 mit multiplen Vorerkrankungen, sieht das unter Umständen anders aus", so Siegert-Paar.

Aber völlig unabhängig vom Alter: Jeder Person sei es auf jeden Fall zuzumuten, etwa mit dem Handy den Rettungsdienst zu informieren.

Unfälle passieren überall, die Erste Hilfe ist dabei entscheidend. Welche Rechte und Pflichten der Ersthelfer hat, darüber klärt Rechtsanwalt Kay P. Rodegra auf, wie das Video zeigt:

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